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Flugzeuge im Feld

Tobias Kappeler veranstaltet mit Kollegen auf einem Feld bei Hagenbuch erneut ein Flugfest. Noch nie haben sich so viele Piloten mit ihren Maschinen angemeldet.

Tobias Kappeler, OK-Präsident, und der Tower sind bereit, damit wieder Oldtimer-Flugzeuge in Hagenbuch landen können.
Tobias Kappeler, OK-Präsident, und der Tower sind bereit, damit wieder Oldtimer-Flugzeuge in Hagenbuch landen können.
Madeleine Schoder

Das Flugfest in Hagenbuch dauert dieses Jahr etwas länger, nämlich von Donnerstag bis Sonntag. «Damit wir auch wirklich fliegen können und sich der Aufwand lohnt», sagt OK-Präsident Tobias Kappeler. Denn in den vergangenen Jahren war das Wetter meist mies. Einmal musste der Anlass wegen Regen früher abgebrochen werden. Dank der Ausweitung auf vier Tage erhoffen sich die Veranstalter mehr Ausweichmöglichkeiten. Wobei die ersten beiden Tage fürs Einfliegen, «Fly-in», reserviert sind. Das eigentliche Fest findet erst am Wochenende statt. Wetter hin oder her: Die provisorisch präparierte Landepiste auf einem Feld wirkt auf Flugfans selbst bei Regen wie ein Magnet. Schon 2013 und 2015 kamen mehrere Tausend Zuschauer an das Flugfest in Hagenbuch.

Impressionen vom Flugfest Hagenbuch 2015. Quelle: Youtube

Diesmal könnten es noch mehr werden, denn es wird so viel geflogen wie noch nie. Erstmals kostet das Fest deshalb Eintritt von 15 Franken. Erneut zu sehen sind bis zu drei alte sowjetische Antonov-Flugzeuge, in denen man auch mitfliegen kann. Erwartet werden zudem Wingwalkers: Wagemutige lassen sich auf Doppeldeckern festbinden und «spazieren» während des Fluges auf den Flügeln. Geplant sind zudem Überflüge der Patrouille Suisse, Ballonfahrten, Helikopter-Rundflüge, Fallschirmspringer, der Start von Segelflugzeugen und viele Flüge von Gästen.

«Wenn das Wetter wieder nicht mitspielt, hören wir mit dem Flugfest wohl auf.»

Tobias Kappeler, OK-Präsident

Das dichtere Programm bedeutet, dass auch die Lärmbelästigung für Anwohner steigen könnte. Kappeler geht aber nicht davon aus, dass es Probleme geben wird. Man habe mit Betroffenen Gespräche geführt und die Landepiste so ausgerichtet, dass die Flugrouten möglichst keine Dörfer tangieren. Damit die Belastung auch für die Landwirte nicht zu gross wird, soll der Anlass künftig in einem Fünfjahresrhythmus stattfinden. «Aber nur, wenn diesmal das Wetter mitspielt. Sonst hören wir mit dem Flugfest wohl auf», sagt Kappeler.

Entstanden ist das Flugfest durch einen Zufall. Tobias Kappeler, begeisterter Hobby-Pilot und Inhaber einer Autogarage, lernte Walter Heller kennen. Dieser engagiert sich in einem Verein, der über Antonov-Flugzeuge verfügt. Gemeinsam hatten sie die Idee, diese auf einem Feld landen und starten zu lassen. Rund zehn Piloten nutzten 2012 die Gelegenheit für Flüge. Rasch sprach sich die Aktion herum.

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