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Flugplatz Dübendorf ist kein Kulturerbe

Der Flugplatz Dübendorf wird nicht zum Unesco-Kulturerbe erklärt. Das Zürcher Parlament hat eine entsprechende Initiative abgelehnt.

Nur gerade 21 Kantonsräte sind der Meinung, dass der 1910 gegründete Flugplatz Dübendorf zum Unesco Weltkulturerbe erklärt werden sollte.
Nur gerade 21 Kantonsräte sind der Meinung, dass der 1910 gegründete Flugplatz Dübendorf zum Unesco Weltkulturerbe erklärt werden sollte.
Keystone

Der Flugplatz Dübendorf wird nicht zum Unesco-Weltkulturerbe der Luftfahrt erklärt. Zudem kommt die Wiege der Schweizer Luftfahrt nicht auf die «rote Liste» des gefährdeten Welterbes. Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag einer entsprechenden Einzelinitiative eine Abfuhr erteilt.

Der 1910 gegründete Flugplatz Dübendorf stelle ein weltweit einzigartiges, materielles und immaterielles Kulturgut der Aviatik dar, begründet der Initiant sein Anliegen. In seinem Vorstoss forderte er nicht nur umfassenden Schutz, sondern auch ein Swissair-Museum sowie Ausstellungen zu den Pionierleistungen.

Die Einzelinitiative hatte aber keine Chance. Nur einzelne SVP- und EDU-Parlamentarier waren aus nostalgischen Gründen dafür. Die 21 Stimmen reichten für eine vorläufige Unterstützung jedoch bei Weitem nicht. Dafür wären 60 Stimmen nötig gewesen.

Lobby gegen Innovationspark

Einer der zahlreichen Gegner des Vorstosses, EVP-Kantonsrat Gerhard Fischer (Bäretswil), betonte, dass einzelne Gebäude des Flugplatzes ja bereits heute unter Schutz stünden, etwa der Kontrollturm und das Abfertigungsgebäude.

«Es ist ziemlich durchsichtig, welche Lobby hier an der Arbeit war», sagte Fischer weiter. Der Vorstoss sei ein letztes Aufbäumen gegen den geplanten Innovationspark.

Als ein solch «Aufbäumen» wertete Fischer auch einen zweiten Vorstoss zum Flugplatz Dübendorf. Eine zweite Einzelinitiative, die in der selben Sitzung behandelt wurde, forderte, den Flugplatz als Luftverkehrs-Infrastruktur im Richtplan zu verankern - und zwar mit einem Perimeter von 1993.

Für GLP-Kantonsrätin Barbara Schaffner wäre das Festhalten am Zustand von 1993 «ein Festklammern an der Vergangenheit». Zukunftspläne würden so verhindert. Für die vorläufige Unterstützung der Einzelinitiative waren denn auch nur SVP und EDU. Deren 56 Stimmen reichten aber nicht aus. 60 Stimmen wären nötig gewesen.

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