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Ex-Emir schenkt Herzforschung 11 Millionen Franken

Ein ehemaliger Emir aus Katar schenkt der Stiftung für Herz- und Kreislaufforschung des Zurich Heart House über 11 Millionen Franken.

Das «Zurich Heart House» gehört dem Universitätsspital Zürich an.
Das «Zurich Heart House» gehört dem Universitätsspital Zürich an.
Keystone

Das Universitätsspital Zürich erhält viel Geld von einem wohlhabenden Patienten: Mit einer Schenkung von 11 Millionen Franken will sich Sheikh Khalifa Bin Hamad Al-Thani, Emir von Katar zwischen 1972 und 1995, für seine erfolgreiche Behandlung an verschiedenen Universitätskliniken in Zürich bedanken, wie es in einer Mitteilung der Uni Zürich vom Donnerstag heisst. Der Scheich lebt seit nahezu 20 Jahren in der Schweiz und wolle auch seine Verbundenheit mit dem Wohnkanton Zürich ausdrücken.

Mit dem Geld können vier Assistenzprofessuren geschaffen und der Forschungsschwerpunkt für Herzkreislauferkrankungen an Universität und Unispital Zürich gestärkt werden. Mit den Mitteln werden in den kommenden sechs Jahren zudem zwei Forschungsprogramme am Standort Zürich ins Leben gerufen. Das Forschungsprogramm arbeite akademisch völlig unabhängig unter der Leitung der Universität und des Universitätsspitals.

Eines der Forschungsprogramme wird sich der Grundlagenforschung im Bereich der molekularen und regenerativen Kardiologie widmen. Es ist auf dem Campus Schlieren der Universität Zürich beheimatet. Das zweite Forschungsprogramm umfasst klinische Herzforschung am Unispital. Es kommt direkt den Patientinnen und Patienten zugute. Die Schwerpunkte liegen auf Bildgebung des Herzens mittels CT und MRI, der Frage nach den auslösenden Mechanismen und der Behandlung von Herzinfarkten und Herzinsuffizienz.

Forschungsfreiheit gewährleistet

Die vier Assistenzprofessuren werden international ausgeschrieben und sollen noch dieses Jahr besetzt werden. Die Forschungs- und Lehrfreiheit ist vollumfänglich gewährleistet, wie es in der Mitteilung heisst.

Zusätzlich wird mit den Mitteln der Schenkung ein Ausbildungsprogramm aufgebaut, um den Forschungsnachwuchs in der Schweiz und im Nahen Osten zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf Austauschprogrammen für Stipendiaten sowie auf Symposien und Konferenzen.

SDA/ori

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