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«Es ist eine extreme Gratwanderung»

Pascal Nufer war fünf Jahre lang SRF-Chinakorrespondent. Im Interview spricht er über die journalistische Arbeit unter dem kommunistischem Regime und über den Optimismus im Reich der Mitte.

Als Korrespondent in China war Pascal Nufer ständig im Spannungsfeld zwischen Repression und journalistischer Ethik.
Als Korrespondent in China war Pascal Nufer ständig im Spannungsfeld zwischen Repression und journalistischer Ethik.
PD

Von Schanghai nach Effretikon: Wie gross ist der Kulturschock?

Der ist riesig – im Positiven und im Negativen. Es gibt natürlich viel, das ich hier wieder sehr schätze – vor allem die Freiheit. Man kann sagen, was man will und hat die Chance, Dinge zu ändern, die einem nicht passen. In China ist man der Regierung ausgeliefert. Auf der anderen Seite fällt mir hier im Westen eine grosse Orientierungslosigkeit auf. Wir wissen nicht wohin und alle haben Angst, etwas zu verlieren. Das ist in China momentan ganz anders. Die Jungen sagen: «Das 21. Jahrhundert gehört uns.» Dieser Optimismus ist ansteckend.

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