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Erhöhte Hitzegefahr am Zürichsee

Seit Montag besteht erhebliche Hitzegefahr rund um den Zürichsee. Besonders Senioren sind gefährdet. Die Altersheime sind bereits gewappnet.

Im Schatten bleiben und genug trinken: So lässt sich eine Hitzewelle gut aushalten.
Im Schatten bleiben und genug trinken: So lässt sich eine Hitzewelle gut aushalten.
Keystone

Seit Wochen ist es heiss, und die Temperaturen klettern immer höher. 32 bis 34 Grad werden die­se­ Woche in der Zürichseeregion erwartet. Das kann zur Gefahr für den Menschen werden. In Anbetracht der gegenwärtigen Wetterlage und den Prognosen für die nächsten Tage vermeldete das Bundesamt für Meteorologie am Montag für das Flachland Gefahrenstufe 3. Diese steht für erhebliche Hitzegefahr.

Die Skala geht von 1 bis 5, wobei die höchste Stufe in der Schweiz kaum ausgerufen wird.

Keine Abkühlung in der Nacht

«Die Hitzegefahr ergibt sich nicht nur durch die absolute Lufttemperatur, sondern auch den hohen Grad an Luftfeuchtigkeit», erklärt Andreas Asch, Meteorologe von Meteo Schweiz. Bei hoher Luftfeuchtigkeit könne die Temperatur auch in der Nacht nicht ausreichend stark sinken, und somit­ erhalte der Körper nicht die benötigte Abkühlung. Folgen der gestauten Hitze im Körper sind körperliches Unwohlsein und Kreislaufbeschwerden.

Die höchsten Werte werden heute und morgen erwartet: bis zu 50 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen in leicht erhöhten Lagen um 20 Grad in der Nacht. In den beiden Kantonen Zürich und St. Gallen gibt es keine­ gesonderten Massnahmen, welche bei Gefahrenstufe 3 in Kraft treten, wie es auf Anfrage heisst. Man übernehme die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG), wie man sich bei einer Hitzewelle zu verhalten habe. Diese sind auf den jeweiligen Homepages der Kantone verlinkt. «Grundsätzlich ist die Gefahrenstufe 3 für diese Jahreszeit nicht aussergewöhnlich», sagt Asch, «doch die Warnung muss ernst genommen werden.» Besonders ältere Menschen müssen diese Tage acht geben.

Altersheime sind vorbereitet

Wie die Nachfrage bei Alters­heimen in der Region zeigt, sind diese schon lange ­daran, mit verschiedenen Vorsichtsmassnahmen eine Überhitzung ihrer Bewoh­ner zu verhindern. «Die Mass­nahmen des BAG sind Standard­programm in unserem Umgang mit den Bewohnern», erzählt Morena Napoletano, Leiterin Marketing bei der Senevita-Alterssiedlung mit Standorten in Herrliberg und Erlenbach.

Das bedeutet unter anderem Fussbäder, kalte Wickel und das Vermeiden von Anstrengung. Vor allem sei es wichtig, dass die Bewohner genügend trinken. «Ältere Menschen nehmen Hitze oder auch Kälte sehr verlangsamt wahr und merken nicht, dass ihr Körper Flüssigkeit braucht», sagt Brigitte Cadisch, Leiterin stationäre Dienste von der Stiftung Rajovita mit Pflegezentren und Pflegewohnungen in Rapperswil-Jona.

Bis Samstag Gefahrenstufe 3

In älteren Gebäuden, wie dem Sihl­sana in Adliswil, schauen die Mitarbeiter ausserdem täglich, dass die warme Luft sich nicht in den Zimmern staut. «Das läuft genauso ab wie zu Hause: Am Morgen die Fenster schliessen und die Rollläden runterlassen, dann bleibt die Hitze draussen», sagt Geschäftsführerin Bea­trice Biotti. Keines der angefragten Alters­heime hat bislang Hitzeschläge oder Todesfälle zu vermelden, welche mit der Hitze in Zusammenhang stehen. Derzeit gilt die Gefahrenstufe 3 bis am Samstag. Danach werden wieder Temperaturen um die 30 Grad und eine tiefere Luftfeuchtigkeit erwartet. Eine Kaltfront, welche die grosse Abkühlung mit sich bringen würde, ist jedoch bislang nicht in Sicht.

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