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EKZ-Pilotprojekt: Intelligente Strassenbeleuchtung spart Strom

Mit einer intelligenten Strassenbeleuchtung, die je nach Verkehrsaufkommen stärker oder schwächer wird, kann der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden - ohne Abstriche bei der Sicherheit.

Trotz gutem Test: Ob intelligente Strassenbeleuchtung bald zum Einsatz kommt (zum Beispiel hier auf der Hardbrücke in Zürich ), ist noch unklar.
Trotz gutem Test: Ob intelligente Strassenbeleuchtung bald zum Einsatz kommt (zum Beispiel hier auf der Hardbrücke in Zürich ), ist noch unklar.
Keystone

Ein Pilotprojekt in Urdorf hat es aufgezeigt: Der Energieverbrauch kann mit einer intelligenten Strassenbeleuchtung, die je nach Verkehrsaufkommen stärker oder schwächer wird, deutlich gesenkt werden.

Mit einer intelligenten Strassenbeleuchtung, die je nach Verkehrsaufkommen stärker oder schwächer wird, kann der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden - ohne Abstriche bei der Sicherheit.

Die Digitalisierung macht auch vor der Strassenbeleuchtung nicht halt. Seit einem Jahr testen die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) daher eine neue Form der intelligenten Strassenbeleuchtung, das sogenannte verkehrsbeobachtende Licht.

Dabei messen optische Sensoren das Verkehrsaufkommen, und eine zentrale Steuerungseinheit regelt die passende Lichtstärke. Fussgängerstreifen bleiben unverändert hoch beleuchtet. Die erste Auswertung des Projekts sei erfreulich, teilten die EKZ am Donnerstag mit.

Die Steuerung der Strassenbeleuchtung funktioniere sehr zuverlässig, und es konnte fast ein Drittel Energie gespart werden, ohne Kompromisse bei der Sicherheit. Ausserdem reduzierten sich die Lichtimmissionen markant, was für die Anwohner mehr Komfort und höhere Lebensqualität bedeute.

Für endgültige Beurteilung noch zu früh

Der Erfolg des Projekts stimmt auch das kantonale Tiefbauamt zuversichtlich. Allerdings könne die Wirtschaftlichkeit erst im längerfristigen Einsatz beurteilt werden. Diese hänge von der Lebensdauer und den Unterhaltskosten ab, heisst es in der Mitteilung. Nach einem Jahr Testbetrieb sei es zu früh, um diese Faktoren beurteilen zu können.

Möglich wurde das Pilotprojekt zum einen durch technische Entwicklung, zum anderen durch die Überarbeitung der Norm für Strassenbeleuchtung. Neu lässt diese eine nächtliche Absenkung des Lichtniveaus abhängig vom Verkehrsfluss zu, wie es in der Mitteilung heisst. Bisher gab es nur einen statischen Wert, berechnet für starken Verkehr und sehr ungünstige Lichtverhältnisse.

Wichtig beim verkehrsbeobachtenden Licht ist, dass es sich fliessend und kaum wahrnehmbar verändert. Die Beleuchtungsstärke liegt zwischen 100 und 40 Prozent. Die eingesetzte Steuerung erfordert LED-Leuchten der neuesten Generation, und ausserdem braucht es genügend Platz für den Einbau.

SDA/mcp

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