Winterthur

Ein Stück Winterthur für die «Bachelor»-Kandidatinnen

Mirela Ajvazi hat eine wichtige Rolle in der aktuellen «Bachelor»-Staffel: Ihr Geschäft sorgt dafür, dass die Kandidatinnen bei ihrem Auftritt glänzen.

Erhofft sich vom Sponsoring neue Kundschaft und einen Besuch von Bachelor Tobias Rentsch: Ladenbesitzerin Mirela Ajvazi.

Erhofft sich vom Sponsoring neue Kundschaft und einen Besuch von Bachelor Tobias Rentsch: Ladenbesitzerin Mirela Ajvazi. Bild: Moritz Hager

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«Offiziell schaut niemand den Bachelor, aber irgendwie wissen doch immer alle, was in der letzten Folge alles geschah», sagt Mirela Ajvazi. Sie ist Inhaberin des Kleidergeschäfts A&S Fashion an der Schaffhauserstrasse, das die Kandidatinnen in der aktuellen Bachelor-Staffel einkleidet.

Die Sendung «Der Bachelor» gilt nicht gerade als hochstehende Unterhaltung. Manch einer mag nicht zugeben, dass er sich solch seichte Formate genehmigt. Der Inhalt ist simpel: es geht um einen Junggesellen, in der aktuellen Version einen Mister Schweiz aus der Zeit um die Jahrtausendwende, der sich aus 20 jungen Frauen eine aussuchen darf, die zur «Liebe seines Lebens» werden könnte. Das hat in den bisherigen Anläufen zwar nie geklappt, aber ein gewisser Unterhaltungswert lässt sich der Sendung nicht absprechen. Die Quoten sind jedenfalls gut. So war der Sender «3Plus» nach eigener Auskunft mit dem Bachelor in den letzten Wochen jeweils Marktführer in allen relevanten Zielgruppen.

Enttäuschende Garderobe

Mirela Ajvazi schaut die Sendung gerne, wie sie gesteht. «Es ist immer witzig, mit Kolleginnen darüber zu diskutieren.» Etwas hat sie jedoch gestört in der letzten Staffel, in der die Ladies um das Herz von Model Rafael buhlten. «Ich fand die Garderobe der Damen nicht schön. Dabei gibt es so tolle Abendkleider», sagt sie. Und Mirela Ajvazi muss es wissen, denn Kleider sind ihr Beruf.

Im eigenen Laden an der Schaffhauserstrasse 51 sorgt sie dafür, dass Frauen an wichtigen Anlässen eine gute Figur machen. Wer den Laden betritt, fühlt sich in die Garderobe einer Fürstin oder Prinzessin versetzt. Kleider in allen Formen, Farben und Längen hängen nach Farben sortiert an verschiedenen Ständern. Rund 700 sind es insgesamt. Und die Inhaberin weiss, was die Kundinnen wollen: «Beliebt sind lange, fliessende Kleider. Im Sommer sind die Farben coral und apricot im Trend, im Winter wird petrol gerne getragen», sagt sie. Ihren Laden zeichnet aus, dass man Kleider in jeder Konfektionsgrösse findet - bis XXL. «Übergrössen sind sehr gefragt.» Sie helfe gerne bei der Auswahl und es sei ihr wichtig, stets ehrlich zu bleiben: «Wenn bei jemandem das Decolleté zu gross ist, sage ich das auch.»

Ein Schlitz für mehr Bein

Während die Kundinnen ihre Beratung schätzen, konnte sie die Bachelorkandidatinnen nicht selber beraten. Diese durften ihre Kleider nämlich weder auswählen noch probieren. «Eine Stylistin war einen Vormittag lang im Laden und hat schliesslich 130 Kleider ausgesucht.» Sie habe wohl etwas mitreden können, doch die Dame habe schon sehr konkrete Vorstellungen gehabt: «Ein wichtiges Kriterium war die Auffälligkeit: Die Kleider mussten knallige Farben oder Pailletten oder Steinchen haben.»

Die Stylistin hatte sich die Kleidergrössen der Frauen notiert und eine Schneiderin sorgte dafür, dass die Kleider in der Sendung wirklich sassen. Bei manchen Stücken wurde sogar Hand angelegt, wie Mirela Ajvazi feststellte. «Ein paar der langen Kleider erhielten einen Schlitz, damit mehr Bein zu sehen war.»

Als Mirela Ajvazi sich an den Sender «3Plus» wandte mit dem Vorschlag, die Kleider zu sponsern, stiess sie dort auf offene Ohren. Man bat sie, ein paar Kataloge zu schicken und nach einem Besuch im Geschäft war das Sponsoring spruchreif. Die Abmachung sieht vor, dass A&S Fashion alle 130 Kleider im Wert von jeweils zwischen 120 und 500 Franken zur Verfügung stellt und an «3Plus» abtritt. Im Gegenzug erscheint das Logo des Ladens auf Plakaten, in der Werbung oder wird vor der Sendung eingeblendet als «Sponsor mit Produkteplatzierung». Teils machen die Kandidatinnen in der Sendung auch mehr oder weniger unverholen Werbung für die Kleider. So hielt Kandidatin Manuela in der jüngsten Folge ein blaues Abendkleid in die Kamera und bat ihre Zimmernachbarin um einen Kommentar. «Mega schön», meint diese und bittet noch um die Rückenansicht des reich mit Glitzer und Steinen besetzten Kleids.

Kommt der Bachelor?

«Ich hoffe, dass den Zuschauerinnen die Kleider gefallen und sie so auf unseren Laden aufmerksam werden», sagt Mirela Ajvazi. Ob das funktioniert, lasse sich noch nicht sagen. «Bislang erhielt ich wenig Reaktionen. Ich ziehe aber erst nach der Sendung Bilanz.» Sie hofft zudem, dass Bachelor Tobias Rentsch mal für einen Event nach Winterthur kommt – das habe man ihr versprochen. «Wenn er im Geschäft Rosen verteilt, lockt das bestimmt einige Fans an.»

Erstellt: 05.11.2015, 16:05 Uhr

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