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Down Under am Zürichberg - Koalas und Kängurus neu im Zürcher Zoo

Die neuen Publikumslieblinge im Zürcher Zoo haben Knopfaugen, einen flauschigen Pelz und sind eher von der gemütlichen Sorte: die beiden Koala-Männchen Milo und Mikey, die ab sofort im neuen Australien-Haus zu beobachten sind.

Der Lachende Hans. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Osten und Südosten von Australien
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Zoo Zürich
Als größte Echse Australiens erreicht der Riesenwaran in Ausnahmefällen Längen von über 2 Metern. Er bewohnt insbesondere Trockengebiete mit Felsenformationen.
Als größte Echse Australiens erreicht der Riesenwaran in Ausnahmefällen Längen von über 2 Metern. Er bewohnt insbesondere Trockengebiete mit Felsenformationen.
Zoo Zürich
Koalas ernähren sich fast ausschließlich von Blättern und Rinde sowie Früchten ganz bestimmter Eukalyptusarten.
Koalas ernähren sich fast ausschließlich von Blättern und Rinde sowie Früchten ganz bestimmter Eukalyptusarten.
Zoo Zürich
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Der Eröffnungsrummel lässt die beiden sichtlich kalt. Gemütlich knabbern sie Eukalyptusblätter, gähnen und bewegen sich nur im Notfall. Die Halbbrüder Milo und Mikey stammen ursprünglich aus einem Reptilien-Park in Australien. Seit kurzem leben sie am Zürichberg und sind die Attraktion im neuen Australien-Haus, das am Mittwoch mit viel Publikum eröffnet wurde.

360° - Die Koalas in der neuen Australienanlage (Quelle: Youtube/Zoo Zürich)

Der Zoo Zürich ist der einzige Zoo in der Schweiz, der die beliebten Beuteltiere hält. Neben den Australischen Maskottchen sind in der neuen Anlage auch noch Warane, Emus und Wallabys zu sehen. Weil drei der sieben Wallabys bereits trächtig in den Zoo Zürich kamen, dürfte es bald den ersten Australien-Nachwuchs geben. Obwohl die Aussenanlage begehbar ist und die Emus und Wallabys also frei zwischen den Besuchern herumstreifen, ist dies jedoch kein Streichelzoo. Streicheln und Füttern ist explizit verboten.

Auch die Koalas haben einen Platz an der frischen Luft: Für sie wurden Bäume und Hochsitze aufgestellt, von denen aus sie die Anlage überblicken können - während sie wie fast immer fressen.

Zu klein für grosse Tiere

Für das Australien-Haus baute der Zoo kein neues Gebäude, sondern nutzte das denkmalgeschützte Afrika-Haus, das 1959 erstellt wurde. Es hat keine geraden Linien und keinen einzigen rechten Winkel, was es architektonisch wertvoll macht. Es bietet allerdings nur begrenzt Platz, was für die Grosstierhaltung - zumindest nach heutigen Ansprüchen - irgendwann nicht mehr reichte. Die Nashörner und Flusspferde wurden deshalb schon vor geraumer Zeit an andere Zoos abgegeben. Neu leben hier nur noch kleinere Tiere.

Der Zoo Zürich zeigt als erster Schweizer Zoo Koalas. Die beiden Koala-Männchen Milo und Mikey, die aus einem Reptilien-Park in Australien stammen, haben in der neuen Anlage, die sich dem roten Kontinent widmet, ein neues Zuhause gefunden.

Eigentlich hätte das Australien-Haus bereits im vergangenen Jahr eröffnet werden sollen, doch ein Anwohner blockierte das Projekt mit einem Rekurs. Er hatte befürchtet, dass die Anlage Besucher in Scharen anziehen und ihn somit stören könnte. Das Baurekursgericht liess ihn jedoch abblitzen - die Koalas konnten einziehen.

Die neue Anlage ist verbunden mit einem Naturschutzprojekt. Der Zoo setzt sich in Australien für sieben bedrohte Beuteltier-Arten ein. Beuteltiere, zu denen auch der Koala gehört, sind nicht zuletzt wegen Tieren bedroht, die von den Europäern mitgebracht wurden, etwa Füchse für die Jagd und Katzen zur Schädlingsbekämpfung. Die tierischen Einwanderer vermehrten sich unkontrolliert und sind heute eine Bedrohung für viele einheimische Arten.

(SDA)

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