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Der harmloseste Postüberfall aller Zeiten

Mit einer Schachuhr in einer Kartonschachtel wollte ein 35-jähriger Arbeitsloser die Postfiliale im Glattzentrum überfallen. Der Versuch scheiterte kläglich. Das Bezirksgericht verurteilte den Mann nun zu einer Geldstrafe.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Mann wegen versuchten Raubs eine bedingte Gefängnisstrafe von 10 Monaten gefordert. Das Bezirksgericht Bülach auferlegte dem gescheiterten Räuber eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen.
Die Staatsanwaltschaft hatte für den Mann wegen versuchten Raubs eine bedingte Gefängnisstrafe von 10 Monaten gefordert. Das Bezirksgericht Bülach auferlegte dem gescheiterten Räuber eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen.
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Er konnte einem fast schon leid tun, als er am Dienstag in Bülach vor Bezirksgericht stand. Aus Verzweiflung beging ein 35-jähriger, alleinstehender Schweizer aus dem Bezirk Dielsdorf im November 2014 einen kläglichen Raubversuch, dessen Ablauf aus einem Drehbuch einer Woody-Allen-Komödie stammen könnte: Mit einer Kartonschachtel und einer tickenden Schachuhr darin begab sich der damals und heute noch Arbeitslose in die Postfiliale des Glattzentrums in Wallisellen. Er zog eine Nummer und stellte sich in die Warteschlange. Als der sehr unscheinbar wirkende, klein gewachsene Mann dann endlich bedient wurde, hielt er der Frau am Schalter seine Schachtel hin und sagte ihr auf Englisch, dass sich darin eine Bombe befände. Die Postangestellte war des Englischen aber nicht mächtig und zog eine Kollegin mit entsprechenden Sprachkenntnissen bei.

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