Wetter

Das Wochenende wird stürmisch

Am Freitag, Samstag und Sonntag rechnen die Meteorologen mit einer turbulenten Wetterlage. Dabei ist auch im Flachland mit Sturmböen zu rechnen.

Am Wochenende stellt sich eine kräftige Sturmlage ein.

Am Wochenende stellt sich eine kräftige Sturmlage ein. Bild: Archiv Moritz Hager

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wer sich bereits auf den besinnlichen Weihnachtsmarkt oder den entspannenden Waldspaziergang am kommenden Wochenende freut, sollte jetzt unbedingt weiterlesen.

Denn es ist möglich, dass daraus nichts werden wird.

Über dem Nordatlanik – der eigentlichen Wetterküche Europas – braut sich nämlich etwas zusammen. Kalte Polarluft trifft auf warme Subtropenluft, es herrschen starke Temperaturunterschiede. Das Resultat: Es bilden sich Sturmtiefs. Diese machen sich eingebettet in den sogenannten Jetstream – ein Starkwindfeld in grosser Höhe, dass um die Nordhemisphäre mäandriert – auf den Weg Richtung Europa. Dabei legen sie an Stärke zu.

Vor allem zwischen Freitag und Sonntag wird man die Auswirkungen dieser Tiefs – Sturm, Regen und Schnee – auch hierzulande zu spüren bekommen. «Es steht ein turbulentes Wochenende bevor», sagt Melanie Flubacher, Meteorologin von Meteoschweiz.

Erster Wintersturm am Freitag

Den Auftakt der Sturmserie bildet der Freitagabend. Dann schickt ein erstes Sturmtief, das mit seinem Kern über der Nordsee liegt, eine wetteraktive Kaltfront ins Land. Das Augenmerk liegt dabei vor allem beim Wind. Die kräftigsten Böen dürften während der Kaltfront-Passage am späteren Freitagabend auftreten.

Was sich in den Wettermodellen der Meteorologen abzeichnet, ist nicht von schlechten Eltern: «Angezeigt werden Böen von 40 bis 60 Knoten», sagt Melanie Flubacher. Umgerechnet sind das 75 bis 110 km/h, wobei die heftigsten Böen eher in den Berglagen als im Flachland zu erwarten sind. Meteoschweiz hat bereits entsprechende Warnmeldungen herausgegeben.

Zur Einordnung: Hierzulande treten gemäss meteorologischer Faustregel etwa ab Windspitzen von 90 km/h Schäden an Vegetation und Infrastruktur auf.

Wiederholung auf Sonntag

Ähnlich heftig ausfallen dürfte die Sturmlage, die dann wenig später von Samstag auf Sonntag folgt. Auch dann muss verbreitet und auch in tiefen Lagen mit Sturmböen gerechnet werden.

Doch nicht nur der Wind, auch Regen und Schnee werden zum Thema.

Bis zum Montagmorgen dürften im Grossraum Zürich akkumuliert 40 bis 70 mm Niederschlag zusammenkommen. Diese starken Niederschläge sind hochwillkommen. Seit April ist nämlich jeder Monat trockener ausgefallen als im langjährigen Durchschnitt. Bis und mit 6. Dezember fielen beispielsweise an der Wetterstation Wädenswil im ganzen Jahr 2018 insgesamt 882 mm Regen pro Quadratmeter (siehe Grafik). Das sind fast 500 mm weniger als im langjährigen Durchschnitt.

Der Regen ist vor allem gut für die Gewässer in der Region. Bereits die Niederschläge der letzten Tage haben den Pegelstand des Zürichsees deutlich nach oben schnellen lassen: Von für die Jahreszeit eher tiefen 405,7 Meter Anfangs Dezember auf mittlerweile fast 406 Meter (Messstation Oberrieden). Aber auch in Flüssen wie der Töss, die in den letzten Wochen und Monaten unter der Trockenheit gelitten haben, wird das garstige Wochenendwetter für weitere Entspannung sorgen.

Die Schneefallgrenze liegt zunächst bei etwa 1500 Meter (Freitag) und sinkt dann am Wochenende auf etwa 800 Meter. Auf Montag sind sogar Schneeflocken bis ins Flachland möglich. «Vor allem in den Bergen kommt übers Wochenende einiges an Neuschnee zusammen», sagt Melanie Flubacher. (zsz.ch)

Erstellt: 06.12.2018, 13:37 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare