Zum Hauptinhalt springen

Das Urteil erfolgt erst nach dem Besuch beim Psychiater

Im Streit hat ein Zürcher Taxifahrer vor zwei Jahren auf der Autobahn bei Kloten einen anderen Autolenker auf die Motorhaube geladen und ist mit ihm über 1,7 Kilometer weit über die Autobahn gerast.

Das Obergericht in Zürich.
Das Obergericht in Zürich.
Keystone

«Es ist ein Riesenzufall, dass das heute 32-jährige Opfer nicht getötet worden ist», erklärte der Präsident des Obergerichts Daniel Bussmann am gestrigen Berufungsprozess. Staatsanwalt Michael Scherrer sprach sogar von einem überdimensionalen Schutzengel des Geschädigten, der am 13. August 2014 den Höllenritt auf einer Motorhaube wie durch ein Wunder überlebt hatte.An jenem Abend nämlich fuhr der heute 67-jährige Beschuldigte mit seinem Taxi vom Flug­hafen Kloten her in Richtung ­Zürich. Unbestritten ist unter­dessen, dass der tschechische Taxihalter damals in einer Einspurstrecke Streit mit einem anderen Autofahrer bekam. Der deutsche Staatsangehörige türkischer Abstammung verliess sein Fahrzeug und wollte den Taxifahrer zur Rede stellen. Er baute sich vor dessen Taxi auf und gestikulierte wild herum. Daraufhin drückte der Taxifahrer plötzlich auf das Gaspedal und lud seinen Gegner auf die Motorhaube.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.