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«Das lange Asylverfahren macht die Leute kaputt»

Nachgefragt bei Matthis Schick, Leiter des Ambulatoriums für Folter- und Kriegsopfer des Universitätsspitals Zürich.

Wer kommt zu Ihnen ans Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer?

Matthis Schick:Traumatisierte Flüchtlinge. Menschen, die ihr Land verlassen mussten und schwierige Erfahrungen gemacht haben, die psychische Beschwerden nach sich zogen. Zwei Drittel sind Männer. Ihre Herkunft spiegelt die geopolitische Lage mit Verzögerung. Die grösste Gruppe sind zurzeit die türkischen Kurden. Wir haben noch fast keine Syrer. Das wird noch länger dauern. Eine Erhebung hat ergeben, dass es im Durchschnitt acht Jahre dauert von der Einreise, bis die Patienten zu uns gelangen.

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