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«Eindeutig Brandstiftung»

Die Ursache für den verheerenden Brand einer Scheune in Unterohringen ist geklärt. Es war eindeutig Brandstiftung. Wer das Feuer gelegt hat, ist noch immer unklar.

Die Brandruine lässt erahnen, wie heftig die Flammen gewütet haben müssen.
Die Brandruine lässt erahnen, wie heftig die Flammen gewütet haben müssen.
Nathalie Guinand

Beim Brand eines landwirtschaftlichen Betriebsgebäudes ist am Donnerstagabend am 11. Oktober in Seuzach erheblicher Sachschaden entstanden. Verletzt wurde niemand, alle Tiere konnten aus der Scheune gerettet werden.

Hinweise an Kantonspolizei

Nun ist klar: Es war Brandstiftung. Zu diesem Schluss kommt der Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich. In einer Mitteilung steht, dass es sich «eindeutig um Brandstiftung» handelt. Wie die Polizei zu diesem zweifellosem Schluss kommt, will sie «aus ermittlungstaktischen Gründen» nicht angeben. Auch die Betroffenen möchten sich zum Brand und den neusten Ermittlungen nicht äussern, man habe sich diesbezüglich mit der Polizei abgesprochen.

Die Polizei ermittelt nun weiter und sucht Zeugen, die vor oder während des Brandes etwas Auffälliges gesehen haben oder sonstige Hinweise zur Täterschaft geben können. Hinweise werden unter der Telefonnummer 044 247 22 11 entgegengenommen.

«Eher ruhige Situation»

Um Vandalenakten vorzubeugen, existiert in der Gemeinde Seuzach seit vier Jahren ein sogenannt runder Tisch. Nebst dem Sicherheitsvorsteher Marcel Fritz (SVP) sind dort die Schulleiter und Hauswarte der Primar- und Sekundarschule, die Jugendfachstelle, das Ressort Liegenschaften, der Sicherheitsdienst der Gemeinde, der Kantonspolizeiposten Seuzach und der Jugenddienst der Kapo anwesend. Auslöser für den «runden Tisch» waren 22 Jugendliche aus Seuzach und Hettlingen, die zwischen 2012 bis 2014 über 100 Straftaten begingen. Darunter auch Brandstiftung. In den letzten Monaten hat Sicherheitsvorsteher Fritz jedoch keinen Anstieg von Vandalenakten festgestellt: «Im Gegenteil, es darf von einer eher ruhigen Situation gesprochen werden.» Man werde das Geschehen aber weiterhin aufmerksam beobachten.

Psychiatrische Behandlungen

Zwei grössere Brandstifungs-Serien in der Region Winterthur gab es in den letzten Jahren: Anfangs 2013 verurteilte das Bezirksgericht einen Elgger Feuerwehrmann, 19 Brände gelegt zu haben. Er kassierte eine bedingte Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren — allerdings für den Vollzug einer ambulanten Psychotherapie aufgeschoben. Vor einem Jahr stand ein Elsauer Brandstifter vor Bezirksgericht. Er gestand, im Sommer 2016 sechs Brände gelegt zu haben. Er begab sich in stationäre psychische Behandlung, aufgrund einer Krankheit war er nicht schuldfähig.

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