Zürich

Bevölkerungswachstum führt Zürich in die roten Zahlen

Die Stadt Zürich ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Derzeit ist auch kein Ende dieser Entwicklung in Sicht. Der Stadtrat budgetiert deshalb für das kommende Jahr ein Defizit von rund 50 Millionen Franken.

Weil die Stadt Zürich immer weiter wächst, budgetiert der Stadtrat für 2017 ein Defizit von 50 Millionen Franken. Das Sozialdepartement rechnet ebenfalls mit Mehrausgaben - sowohl bei den Krippenplätzen für die Kleinen als auch bei den Pflegeplätzen für Betagte.

Weil die Stadt Zürich immer weiter wächst, budgetiert der Stadtrat für 2017 ein Defizit von 50 Millionen Franken. Das Sozialdepartement rechnet ebenfalls mit Mehrausgaben - sowohl bei den Krippenplätzen für die Kleinen als auch bei den Pflegeplätzen für Betagte. Bild: Keystone

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Bevölkerungswachstum und Babyboom bescheren der Stadt Zürich rote Zahlen. Der Stadtrat budgetiert für 2017 ein Defizit von rund 50 Millionen Franken. Dies sei kurzfristig nicht so schlimm, hiess es an der Budgetpräsentation. Langfristig stehe die Stadt finanzpolitisch aber vor grossen Herausforderungen.

Die Stadt Zürich ist in den letzten Jahren stark gewachsen, ein Ende dieser Entwicklung ist nicht vorauszusehen, zumal der kantonale Richtplan eine Bevölkerungszunahme von bis zu 80'000 Menschen bis 2040 vorsieht.

«Unsere Stadt hat in den letzten Jahren für Familien mit Kindern sehr stark an Attraktivität gewonnen. Das ist äusserst erfreulich. Die Beschaffung von Schulraum und das Wachstum beim erforderlichen Schul- und Betreuungspersonal stellt uns aber vor finanzielle Herausforderungen», sagte Schulvorstand Gerold Lauber (CVP) am Dienstag vor den Medien.

Das Sozialdepartement rechnet ebenfalls mit Mehrausgaben - sowohl bei den Krippenplätzen für die Kleinen als auch bei den Pflegeplätzen und Ergänzungsleistungen für Betagte. Insgesamt sind 21'453,8 Stellen budgetiert, 19,7 mehr als im Vorjahr.

Die neuen Stellen werden vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kinderbetreuung und bei den Verkehrsbetrieben benötigt. Fürs Personal sind insgesamt 2,807 Milliarden Franken budgetiert.

Das Budget der Stadt Zürich ist das fünftgrösste der Schweiz - nach dem Bund und den Kantonen Zürich, Bern und Waadt.

Bei einem Ertrag von 8,730 Milliarden Franken und einem Aufwand von 8,777 Milliarden Franken weist das Budget 2017 der Stadt Zürich ein Defizit von 47,4 Millionen Franken aus. Damit wird Zürich per Ende 2017 über ein Eigenkapital von 637,6 Millionen Franken verfügen.

Auf der Ertragsseite sind bei einem unveränderten Steuerfuss von 119 Prozent rekordhohe Steuereinnahmen von 2,87 Milliarden Franken vorgesehen, 50 Millionen Franken mehr als im Jahr 2016.

Bei den natürlichen Personen budgetiert man 44 Millionen Franken mehr als im Vorjahr, bei den juristischen Personen 119 Millionen Franken weniger. Je rund 60 Millionen Franken zusätzlich fallen bei den Grundstückgewinn- und Quellensteuern an.

Die Nettoinvestitionen sind mit 1,071 Milliarden Franken im Budget eingestellt. Damit liegen sie um 14,9 Millionen Franken höher als im Vorjahresbudget. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei «unbefriedigenden 59,4 Prozent», wie Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) sagte.

USR III hätte drastische Steuererhöhung zur Folge

(fabs/sda)

Erstellt: 27.09.2016, 10:44 Uhr

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