Winterthur

Betrug mit ausländischen Konten

Eine Winterthurerin hat während zwei Jahren fast 9000 Franken Sozialhilfe ertrogen. Nun wurde sie verurteilt.

Die Frau war zwischen 2014 und 2016 bei den sozialen Diensten der Stadt Winterthur gemeldet.

Die Frau war zwischen 2014 und 2016 bei den sozialen Diensten der Stadt Winterthur gemeldet. Bild: Madeleine Schoder

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Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland hat eine Frau aus Winterthur wegen Betrugs verurteilt. Dies geht aus einem kürzlich rechtskräftig gewordenen Strafbefehl hervor.

Die Frau, die in einem nordeuropäischen Land geboren wurde, war zwischen Sommer 2014 und Frühling 2016 bei den sozialen Diensten der Stadt gemeldet und erhielt in dieser Zeit Sozialhilfegelder. Während der ganzen Zeit verschwieg sie gegenüber den Behörden, wie viel Geld ihr privat wirklich zur Verfügung stand.

172000 Franken aus der Pensionskasse verschwiegen

So lief in ihrem Heimatland ein Bankkonto mit einem Guthaben von 5500 Franken auf ihren Namen. Gleichzeitig besass sie einen Nissan Micra, Schätzwert: 2900 Franken. Zudem liess die Frau sich insgesamt 172000 Franken an Pensionskassengeldern als Freizügigkeitsguthaben auf ein Bankkonto in ihrem Heimatland auszahlen.

Laut der Staatsanwaltschaft täuschte die Frau den fallverantwortlichen Mitarbeiter der Behörde bewusst. «Sie wusste, dass ihre Angaben nicht oder schwer überprüfbar sind, zumal sie sich ausländischer Konten bediente», heisst es im Strafbefehl. Wie der Betrug dennoch ans Tageslicht kam, wird nicht weiter ausgeführt.

Insgesamt bezog die Frau Sozialhilfeleistungen in Höhe von 8800 Franken. Diese muss sie nun entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten zurückzahlen.

Die Staatsanwaltschaft verurteilte die Frau zu einer bedingten Geldstrafe von 4500 Franken. Bezahlen muss sie diese nur, wenn sie in den nächsten zwei Jahren erneut straffällig wird. Sofort bezahlen muss sie eine Busse von 900 Franken und 800 Franken für die Verfahrenskosten.

Erstellt: 15.01.2018, 10:50 Uhr

Untersuchung im Sozialdepartement beendet

Am 16. August 2017 berichtete der «Landbote» über einen weitaus grösseren Betrugsfall. Eine Frau hatte der Sozialhilfe über Jahre hinweg anrechenbare Einkünfte von 85000 Franken verheimlicht. Die Frau wurde verurteilt, doch während der Verhandlung kamen auch Versäumnisse der sozialen Dienste der Stadt Winterthur ans Licht. So stellte die Stadt die Zahlungen trotz Hinweisen jahrelang nicht ein. Leiter Dieter Wirth startete damals eine Untersuchung, um die internen Abläufe und allfällige Fehler zu rekonstruieren.

Diese Untersuchung wurde Ende 2017 abgeschlossen. Laut Wirth wurde die Untersuchung von einem externen Büro durchgeführt, welches der Stadt einen Bericht ablieferte. Dieser wird aktuell vom Sozialdepartement ausgewertet.

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