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Ausländer im Kanton Zürich gleichmässiger verteilt

Die ausländische Wohnbevölkerung ist im Kanton Zürich gleichmässiger verteilt als im Jahr 2000. Der Grund liegt in den unterschiedlichen Wanderbewegungen verschiedener Nationalitäten.

Die ausländische Wohnbevölkerung hat sich in den letzten Jahren gleichmässiger über die Gemeinden des Kantons Zürich verteilt – je nach Nation und Herkunft gibt es aber Unterschiede.
Die ausländische Wohnbevölkerung hat sich in den letzten Jahren gleichmässiger über die Gemeinden des Kantons Zürich verteilt – je nach Nation und Herkunft gibt es aber Unterschiede.
Keystone

2016 lebten im Kanton Zürich 395'000 Menschen aus dem Ausland. Dies entspricht einem Ausländeranteil von 26,6 Prozent. Der Wert unterscheidet sich aber stark von Gemeinde zu Gemeinde und von einem Zürcher oder Winterthurer Stadtkreis zum anderen.

Um gleichmässige Ausländeranteile zu erreichen, hätte im Jahr 2016 ein Sechstel der ausländischen Bevölkerung (16,9 Prozent) die Wohngemeinde wechseln müssen. Zur Jahrtausendwende lag dieser Index, der sogenannte Segregationswert, bei etwas über einem Fünftel (20,9 Prozent), wie das Statistische Amt des Kantons Zürich am Freitag mitteilte.

Die geringere Ungleichverteilung ist stark auf Veränderungen in der Stadt Zürich zurückzuführen. So sank der Ausländeranteil in den Arbeiterquartieren (Kreise 4 und 5) mit traditionell vielen Ausländern. Vor allem Menschen aus Süd- und Südosteuropa - etwa aus den Balkanstaaten - verliessen wegen steigender Mieten diese Kreise und zogen in die Agglomeration im Norden von Zürich.

Gleichzeitig wuchs der Ausländeranteil in den «besseren» Quartieren 6, 7 und 8. Nord- und Westeuropäer, die später im Gefolge der Personenfreizügigkeit in den Kanton zogen, liessen sich bevorzugt in diesen teureren Stadtkreisen sowie an den Seeufern nieder.

Nationalitäten an verschieden Orten konzentriert

Verteilt sich die gesamte ausländische Bevölkerung also gleichmässiger in Stadt und Kanton, gilt das nicht unbedingt für die einzelnen Nationalitäten. Zuwanderer aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens haben einen Segregationswert von 26,9 Prozent, was 1,5 Prozentpunkte mehr ist als im 2000. Der Grund liegt in ihrer Konzentration an den günstigen Wohnlagen in den nördlichen Agglomerationsgemeinden von Zürich. Am ungleichmässigsten verteilt (Segregationswert 34 Prozent) leben die Briten. Die überwiegend hochqualifizierten Arbeitskräfte können sich das Wohnen an teuren Lagen, wie den stadtnahen Seegemeinden, leisten und leben vergleichsweise konzentriert.

Deutlich gleichmässiger verteilt als im Jahr 2000 wohnen die Italiener. Ihre Verteilung im Kanton ist mittlerweile mit derjenigen der Schweizer vergleichbar. Am gleichmässigsten durchmischt sind aber die Deutschen. Mit einem Segregationswert von 14,9 Prozent sind sie sogar besser verteilt, als die einheimische Bevölkerung.

SDA/mst

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