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Alte Bäume am General-Guisan-Quai müssen sofort gefällt werden

Sicherheitsrisiko zu hoch: Alle nach den Notfällungen im Frühjahr verbliebenen 31 alten Bäume am General-Guisan-Quai müssen nächste Woche gefällt werden. Ursprünglich wollte die Stadt Zürich den Kahlschlag vermeiden und die Bäume in zwei Etappen ersetzen.

Die Stadt Zürich zieht die Reissleine: Auch die verbleibenden 31 alten Bäumen in der Seeanlage am General-Guisan-Quai müssen umgehend gefällt werden. Die Bäume sind von inner her verfault und könnten bei starkem Wind umfallen.
Die Stadt Zürich zieht die Reissleine: Auch die verbleibenden 31 alten Bäumen in der Seeanlage am General-Guisan-Quai müssen umgehend gefällt werden. Die Bäume sind von inner her verfault und könnten bei starkem Wind umfallen.
Keystone

Im März warfen Windböen am General-Guisan-Quai einen Trompetenbaum um, woraufhin alle Bäume in der Seeanlage untersucht wurden. Das Resultat: 19 Bäume mussten aus Sicherheitsgründen notfallmässig gefällt werden.

Anfang September liess die Stadt die verbliebenen 31 alten Bäume erneut auf ihre Standsicherheit untersuchen - mit unerfreulichem Ergebnis: Einerseits hat sich die Standsicherheit deutlich verschlechtert. Andererseits weisen die meisten der über 100 Jahre alten Rosskastanien, die bereits im Frühjahr im Wurzelstock faulten, mittlerweile einen fortgeschrittenen Abbau des Holzkörpers auf.

Dazu kommen abgestorbene Rindenpartien und ein zunehmender Pilzbefall, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Für den zuständigen Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) ist daher klar: «Wegen der fortgeschrittenen Schädigung wäre es unverantwortlich, die Bäume noch länger stehen zu lassen.» Sie sollen daher am 22. November gefällt werden.

Alle Bäume auf einmal ersetzen

Ursprünglich war geplant, den Kahlschlag zu vermeiden und nicht alle Bäume auf einmal zu fällen. Am Anfang und Ende der Promenade wollte die Stadt je eine Baumgruppe ein oder zwei weitere Jahre stehen lassen. Das geht nun nicht mehr. «Wir müssen alle Bäume aus Sicherheitsgründen leider aufs Mal ersetzen», sagte Leutenegger.

Dies ermöglicht es nun allerdings, die Standorte für die Jungbäume in einem Durchgang zu optimieren. Die Anlage müsse nicht zwei Mal abgesperrt werden, heisst es weiter. Nicht von der Fällaktion betroffen sind die 14 bereits im Jahr 2002 strassenseitig nachgepflanzten Trompetenbäume.

Im Frühling 2018 sollen die drei Baumreihen nachgepflanzt werden. Die bisher isolierten Baumgruben werden dabei vergrössert und miteinander verbunden - um die Lebensbedingungen zu verbessern. Zudem erhalten die Baumstandorte einen Anfahrschutz. Die Kosten für den Baumersatz belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Franken, wie es weiter heisst.

(SDA)

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