Stäfa / Horgen

«Rund um de Zürisee» verzichtet auf Nachmeldegebühr

Die Radrundfahrt um den Zürichsee findet auch dieses Jahr statt. Austragungsdatum ist wie immer die Auffahrt. Man kann sich diesmal ohne Zusatzgebühr nachmelden.

Mit Kollegen um den Zürichsee pedalen - an Auffahrt bietet sich Gelegenheit dazu.

Mit Kollegen um den Zürichsee pedalen - an Auffahrt bietet sich Gelegenheit dazu. Bild: Manuela Matt

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Sehnlichst warten die treuen Teilnehmer der Radrundfahrt «Rund um de Zürisee» auf Informationen zur diesjährigen Austragung. Bereits tauchte die Frage auf, ob der Anlass vielleicht heimlich gestorben sei. Ist er nicht, versichert Roman Iten, Präsident des Velo Trial Clubs Stäfa (VTCS), der vor sechs Jahren die Organisation der Rundfahrt vom Velo-Club Küsnacht übernahm. Die Stäfner führen die Rundfahrt wie gewohnt an Auffahrt durch – also morgen in einer Woche.

Allerdings sei der Klub mit der Information an die Teilnehmer «wie immer extrem in Verzug», seufzt Iten. Gestern Montag sei der Flyer gedruckt und für den Versand verpackt worden. Auf der Homepage www.rundumdezuerisee.ch waren bis gestern noch immer die Angaben zur Rundfahrt von 2014 zu lesen. Nach zwei Nachtschichten sollten heute, so verspricht und hofft Iten, die aktuellen Angaben verfügbar sein.

Friedliche Velotour

Weil die Organisatoren selber spät dran sind, verzichten sie auf eine Nachmeldegebühr. Mit der Voranmeldung spart man am Auffahrtstag etwas Zeit, aber diesmal kein Geld. Start- und Zielorte sind wie in den Vorjahren Stäfa (Parkplatz beim Gebäude der «Zürichsee-Zeitung»), Pfäffikon SZ (Seedamm-Center), Oberrieden (Seepolizei) und Küsnacht (Strandbad). Die weitgehend flache Strecke im Uhrzeigersinn rund um den Zürichsee (ohne Obersee) misst 67 Kilometer.

Es gibt auch zwei verkürzte Varianten: Mit der Startkarte können die Velofahrerinnen und -fahrer gratis die Zürichsee-Fähre benützen. Aus eigener Kraft bleiben für sie dann noch 37 km zurückzulegen, wenn sie das obere Seebecken umrunden. Die kürzere Variante, um den Seeteil unterhalb Meilen und Horgen, misst 31 km. «Rund um de Zürisee» ist kein Velorennen. Der Veranstalter sieht den Anlass an Auffahrt vielmehr als friedliche Velotour für Familien, Gruppen von Freunden oder aus Firmen und natürlich auch für Einzelfahrerinnen und -fahrer. Sie figuriert im Kalender dieses Jahres als zweite von 15 ähnlichen Veranstaltungen der «Swiss Cycling Classics».

Auch mit E-Bike

Es bestehen an der Zürichsee-Rundfahrt auch keine Materialvorschriften wie an einem Rennen. Die Velos müssen strassenverkehrstauglich sein, aber in diesem Rahmen sind alle Fahrzeuge erlaubt, ob nun Einkaufsvelos, Karbonmaschinen, Tandems, Tridems, Einräder, Tourenräder oder andere. Sogar mit dem E-Bike darf man am Zweirad-Ausflug am Auffahrtstag mitmachen, wie die Männedörflerin Seraina Neukom erklärt. Sie teilt sich mit Iten das OK-Präsidium für die Rundfahrt.

Die Strecke ist nicht abgesperrt, und es gelten die normalen Verkehrsregeln. Die Kantonstrassen rund um den Zürichsee haben immer wieder irgendwo Sanierungsbedarf; dieses Jahr fällt vor allem die Baustelle am Bellevue in Zürich auf. Die Velofahrer hätten dort sogar mehr Platz als in anderen Jahren, erklärt Iten. Diesen dürfen aber auch die Fussgänger benützen. Seit längerem gebaut wird zudem in Erlenbach und Küsnacht und in Meilen, am linken Seeufer in Richterswil, Wädenswil und Horgen.

Schon frühmorgens

Frühaufsteher können schon morgens um sechs Uhr zur Rundfahrt starten und haben den Vorteil, dass die Strassen am Feiertag dann noch verkehrsarm sind. Man kann aber auch länger schlafen – die Zielorganisation ist bis 14 Uhr in Betrieb. Trainierte Fahrer rechnen je nach Wetter mit etwa zweieinhalb Stunden für die 67 km lange Strecke. Letztes Jahr meldete der Stäfner Trial Club dem Schweizer Radsportverband Swiss Cycling 574 Teilnehmer, die rechtzeitig ins Ziel gekommen waren. Ihre höchsten Beteiligungen verzeichnete die Rundfahrt, die nun zum 37. Mal stattfindet, in den 90er- Jahren. Damals fuhren mehr als 2500 Leute an Auffahrt mit Muskelkraft um den See.

Erstellt: 05.05.2015, 18:31 Uhr

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