Uster

Kanton schliesst unterirdische Nothilfeunterkunft in Uster

Weil es Zürich immer weniger Asylsuchende gibt, kann der Kanton Ende Oktober die Nothilfeunterkunft schliessen.

In Uster waren mehrheitlich alleinstehende Asylsuchende untergebracht.

In Uster waren mehrheitlich alleinstehende Asylsuchende untergebracht. Bild: Keystone

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Ende Oktober schliesst die unterirdische Nothilfeunterkunft (NUK) in Uster. Möglich wird dies, weil sich immer weniger abgewiesene Asylsuchende im Kanton Zürich aufhalten. Dies gab Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) am Donnerstag vor den Medien bekannt.

Nach der Schliessung von Uster gibt es im Kanton Zürich dann noch vier Zentren für abgewiesene Asylsuchende, wie Fehr weiter ausführte.

Die Sicherheitsdirektion erstattet halbjährlich Bericht über die Situation im Asylwesen. Gemäss Fehr hat sich die Zahl der rechtskräftig abgewiesenen Asylsuchenden weiter reduziert. Ende August waren es 589 Personen. Ende 2012 hingegen waren es noch fast 1500.

Raus aus der Nothilfe

Diese Personen beziehen Nothilfe. Für Fehr ist das Verbleiben in der Nothilfe «der absolut schlechteste Status, den man haben kann». Deshalb hat im April das kantonale Migrationsamt mit der Überprüfung der Dossiers von Nothilfebeziehenden begonnen, die sich sechs Jahre oder länger seit dem Einreichen des Asylgesuches in der Schweiz aufhalten.

Das Amt geht davon aus, dass am Ende der Überprüfung rund 50 Personen als Härtefälle anerkannt werden und die Nothilfestrukturen verlassen können. Definitiv entscheidet jedoch stets das Staatssekretariat für Migration (SEM).

Erfolgreiche Ausreisegespräche

Seit diesem Jahr führen das Migrationsamt und das Sozialamt gemeinsam Ausreisegespräche mit Rückkehrberatung durch. Hier werde die ganze Palette an Möglichkeiten aufgezeigt, sagte Fehr.

Bis Ende August sind 79 Personen nach solchen Gesprächen selbständig ausgereist - vorwiegend nach Italien. Also in das Land, wo viele Flüchtlinge erstmals registriert werden.

Besuch in Pozallo

Fehr hat kürzlich Pozallo im Süden Siziliens besucht, wo die EU ein Registrierzentrum betreibt. Er zeigte sich beeindruckt von der «hervorragenden Zusammenarbeit von staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen». «Jeder weiss genau, was er zu tun hat.» Der Besuch habe ihm auch gezeigt, dass das Problem der Migration nur gesamteuropäisch zu lösen sei.

Fehr geht davon aus, dass in diesem Jahr in der Schweiz rund 18'000 neue Asylgesuche eingehen. Gemäss Fehr erfüllen alle 168 Gemeinden des Kantons ihre Aufnahmequote. Diese liegt bei 7 Asylsuchenden pro 1000 Einwohner. (huy/SDA)

Erstellt: 28.09.2017, 12:48 Uhr

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