Parteipräsidium

Der alte SVP-Präsident könnte auch der neue sein

SVP-Kantonalpräsident Patrick Walder wünscht sich als Nachfolger einen amtierenden Nationalrat. Er schliesst aber nicht aus, dass er sich weiterhin zur Verfügung stellt.

Patrick Walder wurde im Frühling als Interimspräsident der kantonalen SVP gewählt.

Patrick Walder wurde im Frühling als Interimspräsident der kantonalen SVP gewählt. Bild: Reto Oeschger

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Etwas voreilig hat die «NZZ am Sonntag» berichtet, die kantonale SVP suche einen neuen Präsidenten. Der aktuelle Amtsinhaber, Patrick Walder, relativiert die Meldung auf Anfrage. Es sei von allem Anfang an klar gewesen, dass er das Präsidium nur interimsmässig übernehme.

Folgerichtig sei es, dass die Parteigremien für die nächste Legislatur nach den nationalen Wahlen konstituiert würden. Ob er sich selber wieder zur Verfügung stelle, sei noch offen. Allerdings sagt Walder: «Für die Partei wäre es möglicherweise besser, wenn der Zürcher Kantonalpräsident nationaler Parlamentarier wäre.» Eine solche Person hätte laut Walder eine grössere Wirkung gegenüber den Medien und auch gegenüber den Parteimitgliedern.

«Was für die Partei am besten ist»

Die Frage, ob er das Amt gerne ausübe, stelle sich so gesehen gar nicht. «Wir müssen das tun, was für die Partei am besten ist.» Walder will nicht gänzlich ausschliessen, dass er Kantonalpräsident bleiben könnte. Zunächst solle am 23. Oktober aber die Findungskommission ihre Arbeit aufnehmen. Als Präsidenten der Kommission schlage die Parteileitung dem Kantonalvorstand Alfred Heer vor. Heer kenne die Partei in- und auswendig. Weil er selber Kantonalpräsident gewesen sei, wisse er zudem, was es dazu brauche.

Walder selber will sich entscheiden, wenn die Alternativen bekannt seien. Eine dieser Alternativen könnte Nationalrat Claudio Zanetti sein. Er hatte bereits 2016 für das Amt kandidiert, war damals aber dem Stammheimer Landwirt Konrad Langhart unterlegen.

Langhart wiederum musste im Frühling nach dem schlechten Abschneiden der SVP in den Kantonsratswahlen das Feld räumen. Einer seiner Kritiker war Claudio Zanetti. Dieser ist auf Anfrage voll des Lobes für Walder. Er habe sein Amt «hervorragend ausgeübt und unglaublichen Einsatz geleistet». Vielleicht müsse man ihn einfach überzeugen, dass er sich weiter zur Verfügung stelle.

Zu seinen eigenen Ambitionen sagt Zanetti: «Wo ich noch nicht einmal weiss, ob ich wiedergewählt werde, mache ich sicher keine Zusagen.» Das hielte er nicht für seriös. Er werde jetzt abwarten und schauen. Rückblickend auf seine parteiinterne Niederlage 2016 sei er aber «sicher nicht eingeschnappt».

Erstellt: 14.10.2019, 15:45 Uhr

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