Rapperswil-Jona

Der Neubau im Kinderzoo wird 26 Meter hoch

Ein markanter Neubau und ein hoher Turm mit Metallfassade als Blickfang: So präsentiert sich der Ersatz für die Seelöwen-Arena, der in Knies Kinderzoo entstehen soll. Die Pläne im Detail.

Das Otarium weicht einem modernen Turmbau. Das Knie-Logo auf der Turmspitze ist gemäss aktuellen Plänen aber nicht mehr vorgesehen.

Das Otarium weicht einem modernen Turmbau. Das Knie-Logo auf der Turmspitze ist gemäss aktuellen Plänen aber nicht mehr vorgesehen. Bild: Skizze: PD

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Grosses ist geplant in Knies Kinderzoo in Rapperswil. Was in den letzten Wochen zum an­gestrebten Neubau im Herzen des Kinderzoos durchgesickert ist, kann jetzt öffentlich einge­sehen werden. Die Pläne, Dokumentationen und Berichte zum Ersatzneubau liegen seit wenigen Tagen auf der Stadtverwaltung von Rapperswil-Jona auf. Während zweier Wochen können sich Interessierte ein Bild vom geplanten Projekt machen. Ebenso lange läuft die Einsprachefrist.

Ein Blick in die Unterlagen ­bestätigt: Im Kinderzoo soll ein architektonisch aussergewöhnlicher Bau entstehen. Der Neubau, der die bisherige Seelöwen-Arena (Otarium) ersetzt, bestehtaus einem Holzelementbau mit Turm und ist an der höchsten Stelle 26 Meter hoch. Der Turm ist mit Metall eingekleidet.

Musik als «heikelster Punkt»

Mit dem Neubau setzt Knie noch stärker auf Events: Die ­Arena im Innern des Gebäudes verfügt über eine Fläche von 623 Quadratmetern. Auf den Plänen ersichtlich sind ein versenkbares Bühnenpodest sowie eine Ausziehtribüne. Diese ermöglichen eine vielseitige Nutzung: Wie es im Projektbeschrieb heisst, soll der Neubau «als multifunktionaler Ort» dienen. Möglich seien diverse abendliche Events wie ­Bankette, Zirkus, Galadiners, Konzerte oder Workshops. Bis zu 500 Personen sollen darin Platz haben. Das Gebäude hat zudem ein ringförmiges Untergeschoss für Technik- und Lagerräume. Ziel sei es, den Ersatzneubau ganzjährig bewirtschaften zu können.

Damit die Events mit Musik bei den Quartierbewohnern nicht für schlaflose Nächte sorgen, ist die Fassade mit einem Schallschutz ausgestattet. Zudem gibt es im Lärmschutzbericht Empfehlungen, um möglichen Lärm nach aussen zu reduzieren: etwa der Hinweis, bei der Musikanlage einen Regler einzubauen und die Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Musik im Innern des Gebäudes wird «generell als heikelster Punkt erachtet», heisst es im Fazit. Die Bewohner des Quartiers seien bereits lärmvorbelastet: durch den Strassenverkehr, den Betrieb des Kinderzoos und die nahen Tennisplätze.

Von allfälligen Lärmemissionen betroffen seien vor allem die nördlich benachbarten Wohn­gebäude. Auf den übrigen Seiten des Neubaus sei die Entfernung zu Nachbarn wesentlich grösser. Ausserhalb des Gebäudes ist keine Musik geplant.

Zukunft der Seelöwen unklar

Die Stadt Rapperswil-Jona stehe dem Vorhaben positiv gegenüber, sagt Bauchef Thomas Furrer. Mit Mehrverkehr im Quartier sei kaum zu rechnen. Weil die Familie Knie die Quartierbewohner frühzeitig informiert habe, erwarte er «keine Flut an Einsprachen». Er schätzt, dass der Neubau im Idealfall auf die Saison 2021 hin eröffnet werden könnte.

Vor Baubeginn muss die bestehende Seelöwen-Arena abgebrochen werden. Auf die Haltung von Seelöwen will der Kinderzoo künftig verzichten. Was mit den Tieren ­geschieht, ist noch unklar. Laut «St. Galler Tagblatt» halten Tierschützer das Connyland für eine Option.

Von Knies Kinderzoo war niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Auch was Visualisierungen betrifft, halten sich die Verantwortlichen bedeckt. (zsz.ch)

Erstellt: 14.01.2019, 14:43 Uhr

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