Hardturm

Blinkend gegen das neue Fussballstadion

Mit leuchtenden Buchstaben protestieren zwei Künstler gegen das geplante Stadion. Heute wird bekannt, ob der alternative Vorschlag der SP eine Chance hat.

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Mit dem neuen Hardturmstadions würde in Zürich-West eine grosse Brache überbaut. Sie ist nach dem Abbruch des alten Fussballstadions zu einem Ort für Quartierbewohner und kulturelle Veranstaltungen geworden.

Die Zürcher Sergej Klammer und Lukas Zeller kämpfen nun mit künstlerischen Mitteln gegen den drohenden Verlust dieses Freiraums. Ihre Installation, montiert an der stehengelassenen Hardturm-Wand, heisst «Ledigit» und besteht aus einem Holzrahmen und 25 LED-Pixeln. Die leuchtenden Grossbuchstaben schreiben unter anderem die Worte Stadionbrache, Allmend, Biodiversität und Central Park Zürich. Letzteres ist eine Vision der IG Freiräume für das Gebiet in Zürich-West.

Die Kunstinstallation ist Teil des Festivals «Living Room», das morgen Samstag beginnt und bis am 7. Juli dauert.

SP will Türme verhindern

Mehr Zündstoff als die Kunstaktion liefert der Vorschlag der SP, auf die neben dem Stadion geplanten Hochhäuser zu verzichten. Heute will die Finanzkommission des Zürcher Gemeinderats mitteilen, wie sie zum SP-Antrag steht.

Die Partei befürchtet, dass das Stadionprojekt an den Einsprachen gegen die beiden 137 Meter hohen Türme scheitert. Diese sind jedoch eng mit dem Vorhaben verknüpft. Mit ihnen wollen die Investoren von Credit Suisse, HRS und Allgemeine Baugenossenschaft Zürich den Bau des 105 Millionen Franken teuren Stadions querfinanzieren. Die Stadt zahlt nichts, gibt aber den Boden zu günstigen Konditionen ab. Der Baurechtszins beträgt 1,2 Millionen Franken pro Jahr.

Übrige Parteien skeptisch

Aus Sicht der SP ist das ein schlechtes Geschäft für die Stadt. Besser sei es, das Stadion selber zu bauen und das Grundstück einer Genossenschaft abzutreten. Dann nämlich könne die Stadt einen Baurechtszins von 1,6 Millionen Franken pro Jahr verlangen.

Der Stadtrat und die anderen Parteien haben den SP-Vorschlag bislang kritisch kommentiert.

(Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 28.06.2018, 17:05 Uhr

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