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6,5 Jahre Gefängnis für Messerstecher

Ein Jugendlicher aus dem Kanton Schwyz hatte 2012 im Zürcher Niederdorf mehrere Passanten mit dem Messer verletzt. Er kassiert nun eine lange Haftstrafe.

Ein 21-Jähriger soll im Niederdorf mehrere Passanten mit einem Messer verletzt haben - einen davon lebensgefährlich.
Ein 21-Jähriger soll im Niederdorf mehrere Passanten mit einem Messer verletzt haben - einen davon lebensgefährlich.
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Das Schwyzer Jugendgericht hat einen 21-Jährigen wegen Gewalttaten, Betrügereien und Drogen zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. So zog der Mann 2012 durch das Zürcher Niederdorf und verletzte vier Passanten mit einem Messer, einen davon lebensgefährlich.

Der aus Brasilien stammende Schweizer wurde in elf Anklagepunkten schuldig gesprochen, unter anderem wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, Raubes, Erpressung, Körperverletzung, Betrugs, Diebstahls und Drogenkonsums, wie das Schwyzer Jugendgericht mitteilte. Über das Urteil berichteten am Mittwoch der Bote der Urschweiz und das Höfner Volksblatt.

Der mehrfach vorbestrafte Mann hatte die Taten vor Gericht am 27. August gestanden. Ihm wird eine verminderte Schuldfähigkeit attestiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Lebensgefährlich verletzt

Der junge Straftäter wird definitiv in eine Einrichtung für junge Erwachsene eingewiesen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten einer stationären Massnahme, in der er sich seit Ende 2011 befindet, aufgeschoben. Er sass bereits 754 Tage in Untersuchungshaft ab. Seinen Opfern muss er Schadenersatz beziehungsweise Genugtuung zahlen.

Der Mann war im Oktober 2012 im Zürcher Ausgehviertel Niederdorf mit Kollegen unterwegs und pöbelte Passanten an. Dabei fügte er einem Raubopfer mit einem Messer lebensgefährliche Stiche zu. Insgesamt verletzte er in der Nacht vier Personen.

Der Jugendliche war gemäss Gericht zwischen 2010 und 2012 mehrmals in Ausserschwyz und dem Zürcher Oberland unterwegs, klaute von verschiedenen Personen teilweise mit einem Messer bewaffnet Bargeld, Bankkarten, Pin-Codes und Identitätskarten. Zudem prügelte er auf Opfer ein und verlangte Drogen.

(SDA)

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