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35-Jährige soll Schwiegermutter getötet haben

Eine 35-Jährige soll im Sommer 2016 ihre Schwiegermutter getötet haben. Die Frau steht morgen in Dietikon vor Gericht.

Eine 35-Jährige steht am Freitag vor dem Bezirksgericht Dietikon. Sie wird des Mordes verdächtigt.
Eine 35-Jährige steht am Freitag vor dem Bezirksgericht Dietikon. Sie wird des Mordes verdächtigt.

Vor dem Bezirksgericht Dietikon muss sich am Freitag eine 35-jährige Frau wegen Mordes verantworten. Sie soll Anfang 2016 in Oberengstringen ihre 84-jährige Schwiegermutter getötet haben. Die Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe.

Die Frau lebte zusammen mit ihrem 16 Jahre älteren Ehemann und dessen Mutter in einer Wohnung in Oberengstringen. Gemäss der Anklageschrift stammt sie selber aus Nigeria.

Der Schweizer Ehemann hatte die Beschuldigte an Ostern 2014 während seiner Ferien auf der Insel Lanzarote kennengelernt. Sie arbeitete dort als Strassenprostituierte. Im November 2015 heirateten die beiden.

Angst um das Aufenthaltsrecht

In der gemeinsamen Wohnung sei es dann immer wieder zu Spannungen zwischen der Schwiegermutter und der jungen Ehefrau gekommen, schreibt der Staatsanwalt. Die Afrikanerin habe um ihre Beziehung und damit um ihr Aufenthaltsrecht in der Schweiz gefürchtet.

Sie habe Angst gehabt, im Fall einer Scheidung wieder zurück in die Prostitution zu müssen. Entsprechende Erfahrungen habe sie einige Jahre zuvor schon einmal gemacht. Deshalb habe sie beschlossen, die Schwiegermutter aus dem Weg zu räumen. Gemäss Anklageschrift kniete sich die Beschuldigte auf den Brustkorb der 84-jährigen Frau und hielt ihr mit den Händen kräftig Mund und Nase zu - bis diese tot war.

Die Beschuldigte habe skrupellos, in krass egoistischer Weise und aus nichtigem Anlass - «zur Wahrung ihres Besitz- und Beziehungsstandes» - gehandelt. Sie sei deshalb des Mordes schuldig zu sprechen. Den Strafantrag will der Staatsanwalt erst beim Prozess bekannt geben.

Die Beschuldigte weist jede Schuld von sich und will mit dem Tötungsdelikt nichts zu tun gehabt haben, wie die Verteidigerin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Sie plädiere deshalb auf unschuldig. Falls das Gericht dennoch zu einem Schuldspruch komme, werde verminderte oder gänzliche Schuldunfähigkeit geltend gemacht.

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