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Chinesische IngenieurleistungU-Boot mit drei Mann an Bord taucht zum tiefsten Punkt der Erde

Fast 16 Stunden dauerte die Reise der «Fendouzhe» vom Eintauchen in den Ozean bis zum Erreichen des Grundes des Marianengrabens – die tiefste Stelle des Pazifischen Ozeans.

Screenshot: Youtube/CGTN

Ein bemanntes chinesisches U-Boot ist am Freitag zum tiefsten Punkt der Erde getaucht. Aufnahmen aus dem rund 11'000 Meter tiefen Marianengraben im westlichen Pazifik wurden während des rund 16-stündigen Tauchgangs live im Internet übertragen. Wie der staatliche chinesische Fernsehsender CCTV berichtete, waren drei Forscher an Bord des grün-weissen Tauchboots «Fendouzhe».

«Fendouzhe» tauchte Anfang November bis auf 10'909 Meter Tiefe. Mit seinen Roboterarmen sollte das Tauchboot biologische Proben vom Meeresgrund im Marianengraben holen. Einer der Forscher berichtete CCTV, bei dem Tauchgang hätten die Wissenschaftler «viele Arten» beobachten können.

Bereits vor 60 Jahren gelangen der Schweizer Jacques Piccard und der Amerikaner Don Walsh in eine Meerestiefe von 10'916 Meter. Im Mai 2019 meldete der US-Abenteurer Victor Vescovo, er sei in einem Spezialgefährt bis auf 10'928 Meter Tiefe getaucht.

Im rund 11'000 Kilometer tiefen und 2400 Kilometer langen Marianengraben herrscht permanente Dunkelheit. Bisher sind nur sehr wenige Menschen zum tiefsten Punkt der Erde getaucht.

SDA

26 Kommentare
    Karl-Heinz Failenschmid

    Einzelteile herstellen kann jeder. Aber die Teile optimal zusammenzufügen, ist eine Kunst. Stellen sie sich ganz theoretisch vor, der Rest der zivilisierten westlichen Welt würde zu 100% auf Chinesische Waren verzichten. Wo wäre Appel oder Microsoft?

    Die Liste kann beliebig ergänzt werden.