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Immobilienfirma aus KüsnachtTrotz weniger Mieteinnahmen – Mobimo schlägt sich in der Corona-Krise gut

Die Immobiliengesellschaft Mobimo zieht nach der ersten Hälfte des laufenden Jahres eine ansprechende Bilanz, verzichtet aber auf eine konkrete Prognose.

Das börsennotierte Unternehmen Mobimo, welches einen seiner Sitze in Küsnacht hat, muss im ersten Halbjahr 2020 einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen.
Das börsennotierte Unternehmen Mobimo, welches einen seiner Sitze in Küsnacht hat, muss im ersten Halbjahr 2020 einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen.
Archivfoto: Michael Trost

Die Immobiliengesellschaft Mobimo, die einen ihrer Sitze in Küsnacht hat, hat im ersten Halbjahr 2020 die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Insgesamt hat sich das börsennotierte Unternehmen aber gut geschlagen. Angesichts der grossen Unsicherheit verzichtet Mobimo aber auf eine konkrete Prognose.

Mobimo erwirtschaftete gemäss Angaben vom Freitag in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Betriebsergebnis von 65,8 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 18,8 Prozent. Exklusive Neubewertung beträgt das Plus derweil gut 11 Prozent.

Lockdown-Lösungen für Mieter

Der Gewinn ist dagegen um 4,1 Prozent auf 41,7 Millionen Franken und exklusive Neubewertungen um fast ein Fünftel auf 21,5 Millionen Franken gesunken. Das Ergebnis enthalte im Gegensatz zum Vorjahr praktisch keinen positiven Sondereffekt im Bereich der latenten Steuern, teilte die Firma mit.

Der Ertrag aus der Vermietung stagnierte Corona-bedingt bei gut 60 Millionen Franken. Um vom behördlich verordneten Lockdown betroffene Mieter zu unterstützen, habe man bei Geschäftsmietern zu situationsgerechten Massnahmen gegriffen, teilte Mobimo mit. Diese hätten dazu geführt, dass die effektiven Mieteinnahmen per 30. Juni um 4,4 Millionen Franken vom vertraglich geschuldeten Betrag abgewichen seien.

Für die überwiegende Mehrheit der vom Lockdown betroffenen Mieter habe per Ende Juni eine einvernehmliche Vereinbarung getroffen werden können, hiess es weiter. Bei wenigen Mietparteien mit grösseren Vertragsvolumen beanspruche die Lösungsfindung noch etwas mehr Zeit.

Intakte Nachfrage

Der Leerstand erhöhte sich im ersten Halbjahr 2020 auf 5,5 Prozent. Zum Jahresende 2019 lag er noch bei 3,8 Prozent. Dies ist vor allem auf den Übergang einer Immobilie in das Anlageportfolio per Anfang Jahr zurückzuführen. Mobimo geht davon aus, dass die Leerstandsquote noch etwas steigen werde und die Mieterträge zurückgehen könnten. Man stelle aber eine mehrheitlich intakte Nachfrage fest.

Der Erfolg aus dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft liege mit bescheidenen 2,7 Millionen auf dem Vorjahresniveau, teilte Mobimo weiter mit. In der Entwicklungspipeline befänden sich Renditeliegenschaften für Dritte im Umfang von rund 800 Millionen Franken.

Trotz der grossen Unsicherheit über die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft ist Mobimo überzeugt, dass der Immobilienmarkt für Investoren grundsätzlich interessant bleibe. Mobimo sei gut positioniert. (sda)

SDA