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Defizit für 2021 budgetiertTrotz Defizit: Steuerfuss in Langnau bleibt gleich

Für das Jahr 2021 rechnet der Gemeinderat mit einem Verlust von über einer Million Franken. Die Bevölkerung soll in der Corona-Zeit aber nicht mit höheren Steuern belastet werden.

Auch im nächsten Jahr soll der Steuerfuss in Langnau bei 106 Prozentpunkten liegen.
Auch im nächsten Jahr soll der Steuerfuss in Langnau bei 106 Prozentpunkten liegen.
Foto: Michael Trost

Der Gemeinderat Langnau rechnet für die nächsten Jahre mit einem deutlichen Defizit. Trotzdem will er einstweilen auf eine Steuerfusserhöhung und ein weiteres Sparprogramm verzichten. Dies schreibt die Exekutive in einer Medienmitteilung. Damit ist klar, dass die Gemeinde den Steuerfuss auch im nächsten Jahr bei 106 Prozentpunkten halten will. Obwohl der Gemeinderat glaubt, dass sich die negativen finanziellen Auswirkungen aufgrund der Corona-Pandemie ab dem nächsten Jahr zeigen werden. Im Budget für das Jahr 2021 wird mit einem Verlust von 1,15 Millionen Franken gerechnet.

Für den Gemeinderat ist das Minus in der aktuellen Situation vertretbar. «Private Haushalte und Unternehmen werden in wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeiten nicht mit höheren Steuern zusätzlich belastet», heisst es in der Mitteilung.

Mehraufwand bei der Bildung

Neben den Einbussen bei den Steuereinnahmen und beim Finanzausgleich rechnet die Gemeinde im nächsten Jahr auch mit einem Mehraufwand in den Bereichen Bildung und Gesundheit. So müsse bei den Sonderschulen von Mehrausgaben in der Höhe von über einer halben Million Franken gerechnet werden. Auch die Ausgaben auf der Kindergartenstufe und für die Tagesbetreuung würden stark ansteigen. Zusätzliche Ausgaben für die Pflegefinanzierung seien für den Ausgabenanstieg im Bereich Gesundheit von rund 300’000 verantwortlich.