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Konsum von unbekannter SubstanzFestnahme nach Tod eines 15-Jährigen

Ein 15-Jähriger wurde in Basel-Stadt in der Wohnung eines Bekannten ohnmächtig. Die Stunden später alarmierte Sanität konnte nur noch seinen Tod feststellen.

In einer Basler Wohnung wurde am Montag am frühen Abend die Leiche eines Jugendlichen gefunden, die Polizei untersucht den Fall.
In einer Basler Wohnung wurde am Montag am frühen Abend die Leiche eines Jugendlichen gefunden, die Polizei untersucht den Fall.
Foto: Georgios Kefalas (Keystone/Archiv)

Ein 15-Jähriger ist am Montagnachmittag tot in der Wohnung eines Bekannten in Basel gefunden worden. Die Polizei vermutet, dass er möglicherweise eine unbekannte Substanz konsumiert hatte und ohnmächtig wurde. Stunden später wurde die Sanität alarmiert, die nur noch den Tod feststellen konnte.

Wie «20 Minuten» am Dienstagmorgen berichtet, hat die Staatsanwaltschaft gegen drei Erwachsene wegen Verdachts auf Unterlassung der Nothilfe ein Verfahren eingeleitet. Eine 15-Jährige sei zudem durch die Jugendanwaltschaft festgenommen worden. Die Festnahme sei ebenfalls wegen des Verdachts auf Unterlassung der Nothilfe erfolgt, schreibt «20 Minuten» weiter.

Der Jugendliche hielt sich am Montag zusammen mit weiteren Altersgenossen und jungen Erwachsenen in der Wohnung auf, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Polizei wurde um etwa 17 Uhr gerufen. Die Todesursache war am Abend nicht geklärt. Kriminalpolizei, Jugendanwaltschaft und Rechtsmedizin untersuchten den Fall.

Hinweise auf Dritteinwirkung lagen nicht vor. Weshalb die Sanität erst spät verständigt wurde, versuchen die Behörden im Rahmen von Einvernahmen herauszufinden. Die Polizei sucht Zeugen.

SDA/anf

16 Kommentare
    Peter Heinrichs

    Ein tragischer und vermeidbarer Tod. Sensibilisierung und Prävention müssten heute viel früher beginnen und sollten vor allem auch den nun gehäuft auftretenden Missbrauch von Medikamenten wie Tilidin, Xanax oder Purple Drank (Hustensaft) sowie das Phänomen Mischkonsum ins Visier nehmen. Leider werden diese Substanzen im Rap / Hip-Hop Milieau offensiv beworben. Die Prohibition von Marihuana und diese Thematik miteinander zu vermischen (wie bei einigen Kommentatoren geschehen) finde ich im übrigen falsch. Marihuana (wenn nicht synthetisch gestreckt) wird nur schwerlich zu Atemdepression oder Herzstillstand führen.