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Fussball 3. LigaZollikons zweiter Exploit innerhalb einer Woche

Herrliberg 2 verteidigt Tabellenführung +++ 26 minütiger Wädenswiler Blackout +++ Tabellenführer Kilchberg-Rüschlikon weiter souverän

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Herrliberg 2 verteidigt Tabellenführung

Toll. Dank eines 4:1-Erfolges verteidigte Herrliberg 2 die Tabellenspitze in der Gruppe 3. Das junge Team von Trainer Marc Sauter gewann bei den Regensdorfer Reserven gleich 4:1. Trotz eines 0:1-Rückstandes.

Regensdorf 2 - Herrliberg 2 1:4 (1:1). Tore: 12. Baptista 1:0. 19. Eigentor 1:1. 55. Näf 1:2. 60. Forster 1:3. 80. Al Abbadie 1:4 . – Bemerkung: 72. Gelbrote Karte Yves Zwahlen (R).

26 minütiger Wädenswiler Blackout

Kurzzeitiger fussballerischer Horror für Wädenswil in der Gruppe 1. Das Team von Tony Vanaria führte zur Pause bei Mittelfeldklub Siebnen 1:0. «Wir könnten auch 3:0 führen und das Spiel bereits entschieden haben», blickt der Trainer zurück. Als Ziel für zweite Halbzeit gab er seiner jungen Truppe auf den Weg, hinten weiter kompakt zu stehen.

In der zweiten Halbzeit übernahm Siebnen das Spielkommando. In der 57. Minute fiel das 1:1. In den darauffolgenden 26 Minuten fielen vier weitere Goals für die Schwyzer. «Das 1:1 hat meine junge Mannschaft aus der Bahn geworfen, wir haben einen 26-minütigen Blackout erlebt», ergänzt Vanaria. Er zollte aber ebenso dem Gegner ein Kompliment: «Wie die während eines Spiels ihre Leistung steigern konnten, ist bewundernswert.»

Der Wädenswiler Trainer ist ein Verfechter des Defensivfussballs. In den bisherigen sechs Meisterschaftsspielen hat seine Equipe nur gerade sieben Gegentreffer hinnehmen müssen. Nun in Siebnen fünf in 26 Minuten.

Bereits am Mittwoch empfängt sein Team Aufstiegsanwärter Wollerau. Wie richtet Tony Vanaria seine Equipe wieder auf? «Wir spielen aus Freude Fussball. Das werde ich vermitteln. Wegen so etwas darf man nicht den Kopf hängen lassen», klärt er auf.

Wädenswil war bisher das einzige Team, das Tabellenführer Kilchberg-Rüschlikon schlagen konnte. «Die drei bisherigen Unentschieden haben uns natürlich auch Punkte gekostet», stellt der Trainer fest.

Siebnen - Wädenswil 5:1 (0:1). Tore: 45. Egartner 0:1. 57. Talevik 1:1. 61. Isenaj (Penalty) 2:1. 72. Gar 3:1. 73. Gar 4:1. 83. Gar 5:1. – Bemerkung: 1. Pfostenschuss Lukas Läubli (W).

Zollikons zweiter Exploit

Eine Woche nach Zollikons 1:1 bei Aufstiegsanwärter Pfäffikon, die Rechtsufrigen führten bis kurz vor Spielende, gewann das Team von Trainer Tomas Hermida, der 33-Jährige musste allerdings wegen Personalknappheit wieder als Innenverteidiger spielen, das Abstiegsduell zu Hause gegen Weisslingen 3:1. Damit konnte Zollikon in der achten Meisterschaftsrunde den letzten Ranglistenplatz an Weisslingen abgeben.

Die Partie begann schlecht für die Gastgeber. Sie gerieten in der vierten Minute in Rückstand. Die Mannschaft jedoch zeigte Moral, Konstanz und Qualität. Kevin Spalinger glich in der 20. Minute aus. In der 65. Minute schoss Jannik von Rickenbach das 2:1. «Wir waren mehr in der gegnerischen Platzhälfte und hatten mehr Torchancen, von dem her war es in Ordnung, dass wir das Resultat kehrten», berichtete Hermida.

Léon Kästli hatte in der Schlussphase Möglichkeiten, früher als in der 80. Minute auf 3:1 zu erhöhen. Toptechniker Andrea Schärer schoss ein Tor, dass der Schiedsrichter wegen Offside annulierte. Die Zuschauer sahen es anders.

Die verbleibenden drei Spiele in diesem Jahr, sofern der unangenehme Coronavirus das zulässt, bestreitet Zollikon gegen Wetzikon 2, Männedorf und Hinwil. Allesamt keine Aufstiegsanwärter. Trotzdem warnt Tomas Hermida. «Das werden Kampfspiele.»

Zollikon - Weisslingen 3:1 (1:1). Tore: 4. 0:1. 20. Spalinger 1:1. 65. Von Rickenbach 2:1. 80. Montanaro 3:1.

Kilchberg-Rüschlikon weiter souverän
Egzon Aliaj schoss für Kilchberg-Rüschlikon in Albisrieden das wichtige 3:1.
Egzon Aliaj schoss für Kilchberg-Rüschlikon in Albisrieden das wichtige 3:1.
Foto: André Springer

In der Gruppe 1 gewann Tabellenführer Kilchberg-Rüschlikon in Albisrieden 4:1. Die Stadtzürcher werden vom ehemaligen GC-Spieler, Küsnacht- und Wädenswil-Trainer Rainer Bieli trainiert. Sein Assistent ist Claudio Zigerlig, der Sohn von Hilmar Zigerlig, der mehrmals mit dem FC Zürich Schweizer Meister geworden war.

Nicht nur wegen des illustren Trainerduos war die Partie für die Linksufrigen schwierig. Das Team von Davide Molinaro musste auf einem eigenartigen Kunstrasen antreten. Molinaro dazu: «Es gibt gute Kunstrasen, die plusminus ein adäquater Ersatz sind zum Naturrasen. Derjenige in Albisrieden ist nicht der Beste. Der Ball läuft sehr schnell, ist immer unterwegs und es gibt sehr viele Zweikämpfe. Man hat in Albisrieden schon bemerkt, dass wir mit dieser Unterlage nicht so vertraut waren.»

Trotzdem: Kilchberg-Rüschlikon schoss vier Tore und traf zweimal die Latte. Der Trainer zum Spiel: «Obwohl wir das 1:1 hinnehmen mussten, merkten wir danach schnell, dass wir wieder zulegen können.» Sein Erfolgsrezept: «Natürlich haben bei uns die letzten Trainings alle auf unserem kleinen Kunstrasen in Kilchberg stattgefunden.»

Albisrieden - Kilchberg 1:4 (1:1). Tore: 2. Frey 0:1. 9. Coviello 1:1. 58. Eigentor 1:2. 68. Aliaj 1:3. 80. Lombardo 1:4. – Bemerkungen: 25. Lattenschuss Aliaj (KR). 70. Lattenschuss Jankovska (KR). 80. Lattenschuss Albisrieden.

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