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SVP triumphiert dank Asyl und Europa

Sieger feiern ihren nationalen Überflieger: Die wiedergewählten Nationalräte Alfred Heer (l.) und Thomas Matter mit dem «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel gestern Abend im Rössli in Illnau-Effretikon.
Sieger feiern ihren nationalen Überflieger: Die wiedergewählten Nationalräte Alfred Heer (l.) und Thomas Matter mit dem «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel gestern Abend im Rössli in Illnau-Effretikon.
Keystone

Das Parlament ist gestern deutlich nach rechts gerutscht: Die SVP hat das beste Resultat ihrer Geschichte erzielt und verfügt neu über 65 Nationalratssitze. Das sind 11 mehr als vor vier ­Jahren. Zweite Siegerin des gestrigen Wahltags ist die FDP mit neu 33 Nationalratssitzen (plus 3). Für Wahlsiegerin SVP hat es sich ausbezahlt, den Wahlkampf voll und ganz auf die Asyl- und Europapolitik zu konzentrieren. Denn es sind genau diese Themen, die die Wählenden zurzeit am stärksten beschäftigen, wie unter anderem eine Nachwahlbefragung der Forschungsstelle Sotomo bestätigt. Die SVP vermochte also von der Flüchtlingskrise in Europa in ähnlicher Weise zu profitieren wie die Grünliberalen vor vier Jahren von der Atomkatastrophe in Fukushima.

Die FDP hat es erstmals seit 1995 wieder geschafft, im Nationalrat Sitze dazuzugewinnen. Mit der Fokussierung auf Wirtschaftsthemen und einer Abgrenzung zum bürgerlichen Partner SVP vermochte sie sich als Partei zu positionieren, der man in der gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Lage die nötige Kompetenz zubilligt.

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