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Wegen Corona-MassnahmenStoff-Firma aus Wädenswil wendet sich verzweifelt an den Bundesrat

Das Gartencenter darf öffnen, der Stoffladen muss schliessen. Darüber ärgert sich Thomas Isler von der Gessner Stoffe AG so sehr, dass er dem Bundesrat einen Brief geschrieben hat.

Thomas Isler steht im Einkaufscenter «Di alt Fabrik» in Wädenswil in seinem Geschäft «Créasphère», das seit Montag geschlossen ist.
Thomas Isler steht im Einkaufscenter «Di alt Fabrik» in Wädenswil in seinem Geschäft «Créasphère», das seit Montag geschlossen ist.
Foto: André Springer

Seit Montag ist es ein bisschen stiller geworden in den Schweizer Einkaufszentren. Aber nur ein bisschen. Denn viele Läden haben trotz des zweiten Lockdown noch immer geöffnet. Verkauft werden dürfen zwar nur noch Produkte für den alltäglichen Bedarf, die Liste des Bundes, was darunter fällt und was nicht, ist aber lang. So dürfen beispielsweise Unterhosen verkauft werden, Hosen aber nicht. Zimmerpflanzen wandern über den Tresen, Brettspiele bleiben im Regal.

Thomas Isler bezeichnet die neuen Regeln als «Willkür». Er ist Verwaltungsratspräsident der Gessner Stoffe AG in Wädenswil und damit auch Chef der schweizweiten Stoffladenkette Créasphère, die unter anderem eine Filiale im Wädenswiler Einkaufscenter «Di alt Fabrik» betreibt. Seine Stoffe und Wollknäuel fanden auf der Ausnahmeliste des Bundesrates keinen Platz, die Schoten der Filialen sind seit Montag dicht. Ihm und seinen Mitarbeiterinnen stösst dies sauer auf. Sie haben sich deshalb mit einem offenen Brief an den Bundesrat gewandt.

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