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EditorialStatt des Lockdown der Bevölkerung ein Shutdown der Regierung

Damit wir die Corona-Krise möglichst schnell überwinden können, braucht es möglichst rasch wieder so viel Freiheit wie möglich.

«Nach Ansicht der staatlichen Obrigkeit verirrt sich das Coronavirus offenbar gern an Orte mit schöner Aussicht, und scheinbar ist es nachtaktiv»: Arthur Rutishauser, Chefredaktor.
«Nach Ansicht der staatlichen Obrigkeit verirrt sich das Coronavirus offenbar gern an Orte mit schöner Aussicht, und scheinbar ist es nachtaktiv»: Arthur Rutishauser, Chefredaktor.
Foto: Urs Jaudas

Diese Woche verkündeten die Bundespräsidentin und ihre Kollegen einmal mehr, dass wir nun in einer «neuen Normalität» leben dürfen. Zu sechst an einem Tisch in der Beiz, bis um 24 Uhr in die Disco und wenigstens bald und so halb wieder ins Gymi – das soll wieder gehen. Dafür sind an Pfingsten weiterhin die schönsten Ausflugsziele zu, das Zürcher Seebecken am schönsten Ort gesperrt, genauso wie der Uetlibergturm. Das Hotel ist offen, der Zeltplatz noch immer zu. Nach Ansicht der staatlichen Obrigkeit verirrt sich das Coronavirus offenbar gern an Orte mit schöner Aussicht, und scheinbar ist es nachtaktiv. Oder ist es vielleicht so, dass unsere Behörden ganz einfach die Macht nicht ganz loslassen können, die sie während der Pandemie hatten?

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