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Sie überraschen die Fussballschweiz

Euphorie in St. Gallen: Das Team von Peter Zeidler hat nach 15 Runden so viele Punkte wie seit der Saison 2012/13 nicht mehr.

Die St. Galler setzen sich nach der Niederlage gegen YB vor der Länderspiel-Pause gegen Xamax durch. Sie gewinnen im eigenen Stadion 4:1.
Die St. Galler setzen sich nach der Niederlage gegen YB vor der Länderspiel-Pause gegen Xamax durch. Sie gewinnen im eigenen Stadion 4:1.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Cedric Itten trifft auch nach der Nationalmannschaft in der Meisterschaft weiter. Er jubelt über seinen Treffer zum 2:0.
Cedric Itten trifft auch nach der Nationalmannschaft in der Meisterschaft weiter. Er jubelt über seinen Treffer zum 2:0.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Die Thuner sind enttäuscht nach der 0:3 Niederlage gegen Lugano. Sie kommen vom letzten Platz nicht weg.
Die Thuner sind enttäuscht nach der 0:3 Niederlage gegen Lugano. Sie kommen vom letzten Platz nicht weg.
Peter Schneider, Keystone
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St. Gallen bleibt mit dem Spitzenduo YB und Basel auf Tuchfühlung. Nach dem 4:1-Sieg gegen Xamax schob sich der FC St. Gallen bis auf einen Punkt an den Tabellenzweiten aus Basel heran. Die Ostschweizer sind sogar bei der Anzahl geschossener Tore (33) auf Augenhöhe mit dem FCB – wer hätte das vor der Saison gedacht. Nach 15 Runden hat das Team von Peter Zeidler 29 Punkte auf dem Konto. So erfolgreich spielten die Ostschweizer letztmals in der Saison 2012/13.

Vor sieben Jahren waren es 31 Punkte nach ebenso vielen Spieltagen. Der Trainer hiess damals Jeff Saibene und auf der Mannschaftsliste standen Namen wie der von Daniel Lopar, Marco Mathys, Martin Stocklasa, Kristian Nushi und Franck Etoundi. Die Espen stellten am Ende der Meisterschaft sogar den Torschützenkönig der Liga: Oscar Scarione holte sich mit 21 Toren die Torjägerkrone vor Marco Streller (14, FCB) und Josip Drmic (13, FCZ). Der Ostschweizer Stürmer der Gegenwart ist Cedric Itten.

Ittens Traumdebüt war sogar der «Süddeutschen Zeitung» eine Story wert. Sie titelte letzten Montag: «Kitsch pur». Kitschig, weil die Karriere des Baslers an einem seidenen Faden hing. Kreuzbandriss. Aufbau. Das Comeback. Das erste Aufgebot für die A-Nati. Das Debüt gegen Georgien und nach fünf Minuten Einsatzzeit das erste Länderspiel - ausgerechnet im eigenen Stadion. Der 22-jährige Stürmer setzte am Sonntag seinen Lauf mit drei Länderspieltoren in 109 Einsatzminuten gegen Georgien und Gibraltar auch in der Meisterschaft fort. In der 39. Minute verwandelte Itten gegen Xamax ein Zuspiel von Victor Ruiz zum 2:0. Mit sieben Saisontreffern belegt er Rang 3 in der aktuellen Torschützenliste hinter dem Basler Kemal Ademi (8) und YB-Angreifer Jean-Pierre Nsame (15).

Das Polster vor Weihnachten

«Es ist schön wie derzeit alles aufgeht, wie derzeit fast jeder Ball reingeht», sagt Itten bescheiden, «ich hinterfrage diese Phase nicht, sondern geniesse sie.» Die gute Phase hat aber nicht nur Itten. Zeidler kann sich derzeit auf seine komplette Offensive verlassen. Boris Babic schoss beim 4:1 gegen die Neuenburger sein viertes Saisontor und Ermedin Demirovic wie Itten Treffer Nummer 7. «Respekt vor der Reaktion der Mannschaft», sagte Demirovic am Sonntag nach dem Spiel, «und Wahnsinn was wir derzeit für eine Qualität in der Offensive haben.»

29 Punkte nach 15 Runden seien eine schöne Momentaufnahme. «Um nicht abzusteigen braucht man aber 40 Punkte», sagte Peter Zeidler nach dem Spiel im Interview mit Teleclub, «aber klar, so ein Polster vor Weihnachten tut uns gut.» Vor sieben Jahren gingen die Ostschweizer punktgleich mit Basel in die Winterpause. Je 33 Zähler holten damals die beiden Teams aus den ersten 18 Runden. Der FCB legte in der Rückrunde noch zu und wurde Meister. Der FCSG beendete hinter Basel und GC die Saison auf Rang 3.

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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