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Die Harmonie ist zurück

Kjetil Jansrud lanciert das Rennwochenende von Kitzbühel mit einem Sieg im Super-G. Beat Feuz wird Siebter und ist aus zwei Gründen zufrieden.

Kjetil Jansrud gewinnt den Super-G in Kitzbühel vor ...
Kjetil Jansrud gewinnt den Super-G in Kitzbühel vor ...
Marco Trovati, Keystone
... seinem Landsmann Aleksander Kilde und ...
... seinem Landsmann Aleksander Kilde und ...
Marco Trovati, Keystone
... Carlo Janka. Beide Schweizer verpassen nach Sprüngen jedoch ein Tor und scheiden aus.
... Carlo Janka. Beide Schweizer verpassen nach Sprüngen jedoch ein Tor und scheiden aus.
Christian Bruna, Keystone
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Da stand er nun, die Ski in den Händen, die Arme ausgebreitet. Den Kopf nach hinten, einfach geniessend. Kjetil Jansrud hatte gerade die Bestzeit aufgestellt im Super-G von Kitzbühel. Es war eine Zeit, die keiner mehr unterbot. Eine Zeit auch, die Mauro Caviezel den Podestplatz kostete. Der Bündner wurde Vierter, er ist in dieser Saison nur in einem Speedrennen nicht unter die ersten sechs gefahren; allerdings stand er auch nur einmal auf dem Podest. «Das ist Teil des Spiels», sagt Caviezel hinterher, seine Konstanz stimmt ihn positiv. Es hätte jedoch mehr sein können.

Aber da war Kjetil Jansrud, der Speedfahrer mit den meisten Weltcupsiegen, 23 sind es nun. Der Abfahrtsweltmeister, der am Mittwoch Schnellster gewesen war im ersten Training. Es war nicht immer einfach in dieser Saison. Die Harmonie zwischen ihm und seinem Material habe gefehlt, sagt der 34-Jährige nach dem Rennen, er könne ein Buch darüber schreiben – «es waren Millimeter hier, Millimeter da, die entschieden». Oft zu seinen Ungunsten. Seinen letzten Sieg holte er 2018 in Lake Louise.

Es folgten 26 Rennen ohne Triumph, für einen wie ihn eine lange Zeit. Nun steht er zuoberst, neben ihm Aleksander Aamodt Kilde, sein sieben Jahre jüngerer Weggefährte. Jansrud erzählt, dass er am Start gejubelt habe, als Kilde Bestzeit fuhr. So ist das bei den Norwegern, «für zwei Minuten war ich super happy», sagt der Sieger, dann war er dran. Kilde teilte sich Platz 2 mit dem Österreicher Matthias Mayer, die beiden waren genau gleich schnell.

Odermatts gutes Comeback

Es ist ein Resultat, das auch Beat Feuz zufriedenstellt. Er wurde Siebter, fuhr aber, wie er selbst sagt, auf Sparflamme – wie immer an Wochenenden, an denen eine wichtige Abfahrt ansteht. Aber er ist froh, dass drei auf dem Podest stehen, die auch am Samstag in der Abfahrt zu den Favoriten gehören. «Die verbrauchen jetzt etwas mehr Energie als ich», sagt Feuz nach seinem Super-G-Bestergebnis dieser Saison. Dem Emmentaler unterlief kurz vor Überqueren der Ziellinie ein Verschneider, «der mir nicht passieren sollte», aber ohne Folgen blieb.

Drittbester Schweizer wurde Marco Odermatt. Der Aufsteiger stand erstmals seit seiner Knieverletzung vor einem Monat in Alta Badia wieder am Start und wurde 13. Gut und solid sei seine Fahrt gewesen, sagt er. Noch am Vortag war unklar gewesen, ob er überhaupt starten würde.

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