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Wenn Feuz nicht liefert, sieht es düster aus

In einer Woche beginnt die Ski-WM in Are. Sieben Medaillen wie in St. Moritz vor zwei Jahren wird es für die Schweiz kaum geben.

Beat Feuz ist nach seinem zweiten Platz in der Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel die grosse Schweizer Medaillenhoffnung an der Ski-WM in Are.
Beat Feuz ist nach seinem zweiten Platz in der Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel die grosse Schweizer Medaillenhoffnung an der Ski-WM in Are.
EPA/JOHANN GRODER
Mauro Caviezel läuft es zuletzt nicht mehr so gut wie noch Anfang Saison.
Mauro Caviezel läuft es zuletzt nicht mehr so gut wie noch Anfang Saison.
EPA/CHRISTIAN BRUNA
Im Teamevent ist die Schweiz Olympiasieger.
Im Teamevent ist die Schweiz Olympiasieger.
AP Photo/Patrick Semansky
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Beat Feuz verpasste den Sieg in der Abfahrt von Kitzbühel erneut hauchdünn. Wie vor Jahresfrist wurde er Zweiter. Im Super-G probierte er in der Traverse vor dem Zielsprung etwas, das missriet. Wie vor zwei Jahren in der Abfahrt, als er zu viel riskierte und nach guten Zwischenzeiten im Fangnetz landete. «Ich wollte frech auf Zug fahren, kam dann aber zu tief raus», sagte Feuz, der seinen Ausfall gelassen hinnahm: «Auch Marcel Hirscher fliegt ab und zu raus.»

Dennoch ist der 31-jährige Berner der grösste Schweizer Trumpf für die schnellen Rennen der WM in Are, die am 5. Februar beginnt. Aber auch der einzige. Denn seine Teamkollegen enttäuschten in den Speedrennen reihenweise. Mauro Caviezel war als 22. der zweitbeste Schweizer in der Abfahrt und als 14. der Schnellste im Super-G. An seinen guten Saisonstart mit Podestplätzen in Übersee kommt er nicht mehr heran, er ist im Super-G aus den Top 5 der Disziplinenwertung gefallen. Die anderen Schweizer Speedfahrer kommen in der laufenden Saison zusammen auf nur zwei Top-Ten-Plätze: Gilles Roulin wurde in der Abfahrt von Wengen Zehnter, Marco Odermatt im Super-G von Bormio Achter. Der fünffache Junioren-Weltmeister von Davos setzt derzeit auf Super-G und Riesenslalom. Er gilt aber als der Fahrer, der in der Abfahrt künftig die Lücke zu Feuz schliessen soll. Die WM dürfte für den 21-Jährigen aber noch etwas früh kommen.

Techniker als Hoffnung

Breiter aufgestellt ist das Kader von Swiss-Ski im Slalom. Nach einer langen Durststrecke. Daniel Yule gewann Ende letzten Jahres in Madonna di Campiglio sein erstes Slalomrennen. Es war zugleich der erste Schweizer Slalomerfolg seit elf Jahren, als Marc Gini auf der Reiteralm triumphiert hatte. Ramon Zenhäusern ist in Topform immer für einen Podestplatz gut und auch Loïc Meillard kennt dieses Gefühl mittlerweile. Der 22-jährige Walliser feierte ebenfalls Ende letzten Jahres in Saalbach seine ersten beiden Podestplätze der Karriere.

Bei den Schweizer Frauen ist das heisseste WM-Eisen Wendy Holdener. Die 25-jährige Schwyzerin fuhr diesen Winter im Slalom zwei Mal aufs Podest. Im Speedbereich ruhten die Hoffnungen in der Vergangenheit stets auf Lara Gut-Behrami. Die 27-jährige Tessinerin kommt nach anfänglichen Schwierigkeiten zum Saisonbeginn immer besser in Fahrt. Zuletzt erreichte sie als Dritte im Super-G in Garmisch ihr zweites Podestresultat in diesem Winter. Bei Corinne Suter und Jasmine Flury dominieren leider Auf und Abs. Für die Kombination wäre Michelle Gisin eine Medaillenkandidatin gewesen. Sie verletzte sich jedoch in Garmisch am rechten Knie und muss die Saison vorzeitig abbrechen.

Während es bei den Einzelwettbewerben also schwierig wird, darf im Teamevent eine WM-Medaille erwartet werden. Schliesslich ist die Schweiz in dieser Disziplin Olympiasieger und hat an Grossanlässen immer überzeugt.

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