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Pfannenstiel und Zürisee halten sich oben

Die beiden Seeklubs gewannen ihre Playout-Serien mit zwei Siegen. Sie können daher nächste Saison weiterhin in der 1. Liga antreten.

Erzielt das entscheidende Tor für Pfannenstiel: Florian Nideröst (links) trifft gegen Glattal zum 4:3. Bild: PD
Erzielt das entscheidende Tor für Pfannenstiel: Florian Nideröst (links) trifft gegen Glattal zum 4:3. Bild: PD

«Ich bin einfach nur froh, die Playout-Serie gewonnen zu haben und diese verkorkste Saison zu beenden. Wir können aus dieser Spielzeit mitnehmen, dass mehr Einsatz von jedem gefordert ist, wollen wir wieder erfolgreicher sein.» Mit diesen Schlussworten zeigte sich Pfannenstiel-Captain Thiemo Scharfenberger selbstkritisch. Sein Erstliga-Team hatte zwar das zweite Playout-Spiel gegen Glattal auswärts 4:3 und so die Best-of-3-Serie 2:0 gewonnen, doch es hätte auch anders kommen können. «Obwohl wir mehrmals in Rückstand waren, glaubte die Mannschaft jederzeit daran, das heutige Spiel zu gewinnen. Durch Teamgeist und Wille konnten wir somit den Ligaerhalt realisieren», fasste Doppeltorschütze Florian Nideröst die Partie zusammen.

Er hatte Pfannenstiel mit seinem Treffer zum 4:3 in der 56. Minute den Weg zum Erfolg geebnet. In der Schlussphase überstanden die Gäste eine Druckphase des Gegners, der noch ohne Goalie und mit sechstem Feldspieler den Ausgleich suchte. Nach Spielende war der Frust bei den Glattalern gross. Denn zweimal waren sie in Führung gewesen. Pfannenstiel hatte einen schlechten Start erwischt und war in der 9. Minute 0:2 in Rückstand geraten. Nur 87 Sekunden zuvor hatte das Heimteam erstmals getroffen. Nur vier Schüsse aufs gegnerische Tor brachte Pfannenstiel im ersten Drittel zustande, Niederöst konnte mit dem letzten allerdings verkürzen (17.).

Im Mitteldrittel steigerten sich die Gäste etwas, doch die Latte verhinderte das 2:2 durch Luchsinger (23.), ehe Forrer der Ausgleich im Powerplay gelang. Wenig später traf auch Moser nach einem schnellen Vorstoss nur die Latte. Statt das 3:2 zu bejubeln, musste Pfannenstiel den dritten Gegentreffer hinnehmen und lag wieder hinten. Glattal verteidigte die Führung bis zur zweiten Pause geschickt.

Studer hält Pfannenstiel im Spiel

Pfannenstiel-Coach Christoph Maurer nahm vor dem Schlussdrittel diverse Umstellungen vor und reduzierte auf zwei Linien. Doch nach wie vor tat sich sein Team schwer. Die Platzherren nahmen das Tor unter Beschuss, scheiterten aber wie im ersten Duell mehrfach an Goalie Studer. Alle waren sich der Wichtigkeit des Spiels bewusst, weshalb es ruppiger und emotionaler wurde.

In der 55. Minute lenkte Carigiet ein Zuspiel von Zollinger zum 3:3 ab. Nur 17 Sekunden darauf fing Hafner einen Freistoss der Glattaler ab, zog auf deren Tor los und passte auf den mitlaufenden Niederöst, der Pfannenstiel erstmals in Front brachte. Die letzten zwei Minuten der Partie hätten die Gäste wegen einer doppelten Strafe (2x2 Min.) in Überzahl bestreiten können, doch weil sich Bartenstein noch zu einem Stockschlag hinreissen liess, wurde es nochmals richtig spannend. Die Gäste gaben den knappen Vorsprung aber nicht mehr her.

Zürisee macht hinten dicht

Auch Zürisee konnte ein Entscheidungsspiel in der Playout-Serie gegen Laupen abwenden. Nach dem im ersten Duell in der Verlängerung erkämpften 5:4-Auswärtssieg setzten sich die Blau-Weissen daheim 8:5 durch. Sie waren zwar nach fünf Minuten 0:1 in Rückstand geraten, hatten aber prompt durch Hartmann ausgeglichen und die Partie dank Hardmeiers 2:1 (12.) gedreht. Danach gaben die Platzherren ihren Vorsprung nicht mehr her. Hostettler erhöhte zwei Minuten später gar, worauf Laupen verkürzte.

Im zweiten Drittel setzte ein, was bei Zürisee in dieser Saison oft das Problem war: Statt die spielerische Überlegenheit zu nutzen und mit zwei, drei Toren wegzuziehen, liessen die Blau-Weissen den Gegner immer wieder herankommen. Erst als Joel Wachter nach schönem Zusammenspiel mit seinem Bruder Marc kurz vor der zweiten Pause das Resultat auf 7:4 hochschraubte, kam etwas Erleichterung auf. Die Marschrichtung für das Schlussdrittel war klar: Laupen auf keinen Fall noch einmal ins Spiel kommen lassen. Das gelang und mit Marc Wachters 8:4 in der 49. Minute fiel die Vorentscheidung. Laupens fünfter Treffer war lediglich noch Resultatkosmetik.

Spieltelegramme:

Glattal - Pfannenstiel 3:4 (2:1, 1:1, 0:2) Dürrbach, Dübendorf. –134 Zuschauer. – Tore: 8. 1:0. 9. 2:0. 17. Nideröst (Scharfenberger) 2:1. 29. Forrer (Feldmann) 2:2. 34. 3:2. 55. Carigiet (Zollinger) 3:3. 56. Nideröst (Hafner) 3:4. – Strafen: 4x2 Minuten gegen Glattal, 2x2 gegen Pfannenstiel. – Pfannenstiel: Studer; Scheuner, R. Weber, Bartenstein, Scharfenberger, Nideröst; Bier, Murk, Hafner, Hottinger, Carigiet; Schellenberg, Feldmann, Forrer, Moser, Luchsinger; Zollinger, Huber, Kyburz, Würmli. – Bemerkungen: Pfannenstiel ohne P. Weber, Spälti, Lopez, Delay, Zumkehr und Brunold. – Lattenschüsse: 23./31. Pfannenstiel. Pfostenschüsse: 37. Pfannenstiel, 43. Glattal. 45. C. Peduzzi (Glattal) verschiesst Penalty. 57. Hafner verletzt ausgeschieden. – 56. Time-out Glattal. Ab 57:38 Glattal ohne G0alie, dafür mit sechstem Feldspieler.

Zürisee - Laupen ZH 8:5 (3:2, 4:2, 1:1) Farlifang, Zumikon. – 90 Zuschauer. SR Jörg/Würger. – Tore: 6. 0:1. 7. Hartmann (Hostettler) 1:1. 12. Hardmeier (Hartmann) 2:1. 14. Hostettler 3:1. 19. 3:2. 24. Krienbühl (Nater) 4:2. 24. 4:3. 29. Meuli (Krienbühl) 5:3. 31. 5:4. 33. Kohli (Hardmeier) 6:4. 39. J. Wachter (M. Wachter) 7:4. 49. M. Wachter (Hardmeier) 8:4. 51. Luginbühl (Keller) 8:5. – Strafen: Keine gegen Laupen, 4x2 plus 10 Minuten (Jucker wegen Unsportlichkeit) gegen Zürisee.

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