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Die Hallen sind zu – wo trainieren jetzt die Spitzensportler?

Schwimmer, Leichtathleten und Turner sind auf Hallen angewiesen. Jetzt sind neue Lösungen gefragt.

Sitzen auf dem Trockenen: Schwimmerinnen und Schwimmer der Limmat Sharks verlieren mit der Schliessung der Hallenbäder ihre wichtigsten Trainingszentren.
Sitzen auf dem Trockenen: Schwimmerinnen und Schwimmer der Limmat Sharks verlieren mit der Schliessung der Hallenbäder ihre wichtigsten Trainingszentren.
Keystone

Die Stadt Zürich ist dem Bund zuvorgekommen und hat seine städtischen Sportanlagen schon vergangene Woche geschlossen. Seither sitzen die Schwimmer der Limmat Sharks im Trockenen, und die Leichtathleten des LC Zürich müssen sich mit Wald- und Hügelläufen begnügen. Sie teilen ihr Schicksal der Untätigkeit mit den Kunstturnern. Magglingen? Geschlossen. Die regionalen Leistungszentren? Zu.

Gerade Turner sind aber dringend auf Hallen und die Geräte angewiesen. Wie die Schwimmer auf deren Element. Sie hätten in den letzten Tagen krampfhaft versucht, irgendwo «Wasser zu bekommen», sagt Sharks-Cheftrainer Dirk Reinicke.

Swiss Swimming versucht mit den Behörden eine Lösung zu finden, «wenigstens für die Mitglieder des Nationalteams», sagt Reinicke ohne grosse Hoffnung. Sie hätten keinen Zutritt zum Kraftraum mehr, und alles, was an Land trainiert werde, sei «schwimm-unspezifisch». Noch gäbe es da die Möglichkeit des Leistungszentrums in Tenero, das dem Bund gehört. Reinicke fragt aber: «Wer will schon ins Tessin? Da müssten wir vor- und nachher fünf Tage in Quarantäne.» Er hat nichts unversucht gelassen, «ich habe sogar geprüft, wie kalt der See zurzeit ist». 6 Grad. Nicht einladend.

Und die Ruderer? Ein Schock während der Trials

Viele Mitglieder des Ruder-Nationalkaders erlebten am Samstag einen Tiefschlag: Während ihrer viertägigen Trials, die von Norditalien nach München verlegt worden waren, erreichte sie die Nachricht des internationalen Verbands, dass die letzten Olympiaqualifikationsregatten ersatzlos gestrichen wurden.

Die Trials, nach denen die definitive Bootsbesetzung für die Saison bestimmt wird, wurden normal beendet, gestern reiste das Team in die Schweiz zurück, jetzt heisst es abwarten. Die Fisa prüft für Tokio alternative Selektionskriterien, Swiss Rowing hat den Antrag gestellt, das Leistungszentrum in Sarnen für das Elitekader zwecks Aufrechterhaltung des Trainingsbetriebs offen halten zu können.

Keine Kontrolllücken im Anti-Doping-Kampf

Das Coronavirus mag viele Teile des Sports zum Stillstand bringen, der Anti-Doping-Kampf geht hingegen weiter. Darum informierte Anti Doping Schweiz schon Anfang März, dass Kontrollen ohne Einschränkungen weiterhin durchgeführt würden und Athletinnen und Athleten jederzeit und überall getestet werden können. Müssen diese ihre Aufenthaltsorte aufgrund der neuen Situation anpassen, können sie dies online relativ schnell erledigen. Und sollte ein Land besonders vom Virus geplagt sein und nur eingeschränkt die Athleten kontrollieren können, wird die globale Anti-Doping-Agentur gemäss eigener Aussage rasch eingreifen und aushelfen – um keine Kontrolllücke beziehungsweise ein mögliches Schlupfloch entstehen zu lassen.

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