ORIENTIERUNGSLAUF

Die Gross-Schwestern im Goldrausch

An den zwei letzten Meisterschafts-Titelrennen der Saison triumphierte das Trio Gross aus Richterswil sowohl im Team-Wettkampf als auch in der Sprint-Staffel.

Lassen sich bei der Siegerehrung feiern: Lilly und Paula Gross sowie ihre älteste Schwester Julia Jakob (von links) nach ihrer SM-Titelverteidigung im Team-OL. (Bild: Urs Schönenberger/ Swiss Orienteering)

Lassen sich bei der Siegerehrung feiern: Lilly und Paula Gross sowie ihre älteste Schwester Julia Jakob (von links) nach ihrer SM-Titelverteidigung im Team-OL. (Bild: Urs Schönenberger/ Swiss Orienteering)

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So gut hätten sich die beiden Schwestern und Doppel-Goldgewinnerinnen Julia Jakob und Paula Gross das Wochenende in Wil kaum vorgestellt. Weder in der Team-Meisterschaft im Wald noch in der Sprint-Staffel im urbanen Gelände galten die Richterswilerinnen von der OLG Zimmerberg als Hauptfavoriten. Aber die beiden Topläuferinnen und ihre Schwester Lilly resp. ihre Teamkollegen verstanden es, den Augenblick zu nutzen.

Nicht ins Gewicht fiel ein miserabler Start mit einem zeitraubenden Suchen des ersten Postens (18. Zwischenrang) am Samstag. Das Gross-Schwesterntrio mit Julia, Paula und Lilly erarbeitete sich zusammen bis ins Ziel einen Vorsprung von 2:49 Minuten auf die Equipe des zweitplatzierten Teams mit der Saisonaufsteigerin und dreifachen WM-Medaillengewinnerin und Gesamtweltcup-Zweiten Simona Aebersold. Auf das Bronze-Team waren es sogar 4:03 Minuten.

Jakob glänzt mit Bestzeit

Profitiert haben die Linksufrigen auch von einem Missgeschick der favorisierten Equipe Norska mit den Nationalteam-Läuferinnen Sabine Hauswirth und Sarina Jenzer. Das Trio verpasste sich bei einer Übergabe und fiel aus der Entscheidung. So verteidigten die Gross-Schwestern den Titel vom letzten Jahr – auch dank dem Eingespieltsein, geschickter Aufteilung und «einer so nicht zu erwartenden Konstanz».

Und es kam noch besser. Auch am Sonntag feierten Julia Jakob und Paula Gross einen SM-Titel – diesmal mit Julias Ehemann Simon Jakob und Kaderläufer Florian Attinger in der Sprint-Staffel in Wil. «Wie es zu diesem zweiten Triumph hat kommen können, überrascht mich wirklich», sagte Julia Jakob im Ziel. Sie war an vierter Position auf die Schlussstrecke gegangen. Aber sie profitierte davon, dass die eine Equipe einen Posten falsch stempelte und ein Team mit einer Läuferin ohne Schweizer Lizenz angetreten war. Und eine starke Leistung kam hinzu. Julia Jakob lief auf der Schlussstrecke Bestzeit.

Die Vorbereitung auf diese beiden späten Zielwettkämpfe war nicht einfach gewesen. Erst am Mittwoch kehrten die beiden Nationalteam-Läuferinnen Jakob und Paula Gross vom Weltcup-Finale in China zurück. Aber die vorzüglichen Resultate vor allem von Julia (Plätze 3 und 4) und die richtige Einstellung vereinfachten den Terrainwechsel und die Zeitumstellung. «Wir spürten nochmals eine riesige Leistungsbereitschaft», sagten Julia und Paula Gross übereinstimmend.

Erstellt: 03.11.2019, 23:02 Uhr

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