Wasserball

Er ist bereit für den Schritt in die höchste Liga

Elias Mathis hat von Ägeri nach Horgen gewechselt. Im ersten Ernstkampf trifft der Zuger gleich auf seine alten Teamkollegen.

Seewechsel: Elias Mathis – hier in Zug, wo er aufgewachsen ist – verstärkt neu das NLA-Team von Horgen.

Seewechsel: Elias Mathis – hier in Zug, wo er aufgewachsen ist – verstärkt neu das NLA-Team von Horgen. Bild: Stefan Kleiser

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Die Karriere begann mit einer Drohung. «So», sagte der Vater, «jetzt machst du Sport, sonst kannst du nicht mehr so viel gamen.» Das wirkte. Heute denkt Elias Mathis umgekehrt. «Ohne Sport würde ich nur für die Schule lernen und zu Hause hocken. Das wäre nicht spannend.» Wasserball ist stetig wichtiger geworden. Inzwischen trainiert Mathis täglich, «und zuletzt habe ich immer in mehr als einer Mannschaft gespielt».

Gleich neben dem Loreto-Bad aufgewachsen, spielte sich sein ganzes Leben in einem Umkreis von 200 Metern ab. «Schule Loreto, Bad Loreto, Wohnen Loreto», zählt Elias Mathis auf und schmunzelt. Doch vor einem Jahr hat der damals 16-Jährige das Nest verlassen. Er wechselte von seinem Stammverein Zug zum benachbarten Club in Ägeri. Obwohl ein Neuling in der NLB, war er auch bei den Innerschweizern gleich ein Schlüsselspieler.

«Ich habe in Ägeri viel Erfahrung gesammelt», erzählt Mathis. «Ich habe gelernt, mich durchzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.» Rasch wurde er zu gut für die zweithöchste Spielklasse. Erst recht nach dem Aufgebot für die Elite-Nationalmannschaft wuchs die Erkenntnis, dass ein weiterer Wechsel nötig ist. «Ich war der einzige Nationalspieler aus der Nationalliga B. Noch ein Jahr in Ägeri wäre zu wenig lohnend gewesen.»

Hinten, links, am Center

An Angeboten mangelte es nicht. «Alle Nationalliga-A-Clubs hatten Interesse», verrät der Zuger. Denn der 1,90-Meter-Teenager ist einer für fast alles. In Ägeri leitete er als Centerback die Angriffe ein, in der Schweizer U-19-Auswahl kam er als Flügel auf zwei Meter zum Einsatz, im A-Nationalteam am Center. «Ich bin aber kein typischer Skorer», gesteht er. «Und ich schwimme nicht so gern.»

Trotzdem ist Wasserball sein Sport. «Das Wasser macht mir am meisten Spass. Ich war nie einer, der hin und her rennen konnte.» Fussball, Judo und Volleyball, wo er sich ebenfalls versuchte, waren nicht das Richtige. «Mir gefällt das Kämpfen und der Einsatz. Wasserball ist eine der härtesten Sportarten, die es gibt. Es braucht Taktik und Intelligenz», sagt der angehende Fachmann Bewegung und Gesundheitsförderung.

Nun arbeitet Elias Mathis in Horgen im Rekordmeister-Club an weiteren Fortschritten. Seine ersten Eindrücke? «Die Nationalliga A ist eine andere Welt. Alles ist intensiver, das Tempo höher, jedes Team hat zwei Ausländer. Es ist alles einen Tick oder zwei schneller.» Dass er am Zürichsee vom Sportchef als «eines der grössten Talente im Schweizer Wasserball» angekündigt wurde, ist ihm nicht wichtig. «Es geht mir nicht um Aufmerksamkeit.»

Es bleibt die Badehose

Wichtig ist ihm die eigene Leistung. «Ich will für meine Arbeit belohnt werden», erklärt Mathis. «Mein Ziel ist es, einmal ins Ausland zu gehen als Profi oder als Halbprofi.» In der anstehenden Saison wolle er sich mit der U-19-Nationalequipe für die EM qualifizieren, weiter für das A-Nationalteam aufgeboten werden und im nächsten Sommer einen festen Platz im Horgner Team haben.

Morgen Donnerstag kehrt Mathis zurück ins Ägeribad. Mit Horgen, für den Cup-Achtelfinal. Das werde ein spezielles Spiel, sagt er. «Es werden viele Kollegen und Bekannte zuschauen. Und es macht immer Spass, gegen ehemalige Teamkollegen zu spielen.» Und auch wenn der 17-Jährige danach wieder weg sein wird, etwas bleibt zurück von ihm bei Ägeri: die neuen Badehosen. Das Design hat Elias Mathis entworfen.

Erstellt: 03.12.2019, 18:13 Uhr

Der Teamcaptain fällt lange aus

Die Horgner Wasserballer müssen das Cupspiel in Ägeri ohne Petar Bjelajac bestreiten. Aber der Teamcaptain wird nicht nur morgen Donnerstag fehlen – sondern mehrere Monate ausfallen. Der langjährige Nationalspieler geht nach einer Operation an der Hüfte noch mehrere Wochen an Krücken. Der Eingriff sei am 8. November vorgenommen worden, verrät Bjelajac. «Aber die zweite Hüfte werde ich auch noch irgendwann machen müssen. Von daher ist es schwer zu sagen, wann ich wieder im Team sein werde.» (skl)

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