Chelsea triumphiert gegen Arsenal

Dank einer fulminanten zweiten Halbzeit schlägt Chelsea den Stadt-Rivalen Arsenal 4:1 und gewinnt die Europa League.

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Sechs Jahre nach dem ersten Triumph siegen die Engländer im Final in Baku gegen den Londoner Stadtrivalen Arsenal nach einer spektakulären zweiten Halbzeit 4:1.

Manchmal dauert ein Spiel auch nur 45 Minuten. Zumindest fühlte es sich im Final der Europa League so an. An die erste Halbzeit jedenfalls erinnerte sich schon wenige Minuten nach dem Schluss keiner mehr. Angepfiffen wurde das Spiel im stimmungslosen Rahmen des Olympic Stadiums eigentlich erst nach dem Seitenwechsel. Waren zuvor Strafraumszenen nur mit dem Tropfenzähler auszumachen, gab es nun Chancen zuhauf - und fast jeder Schuss war ein Tor.

Olivier Giroud brachte Chelsea in der 49. Minute mit einem Kopfball knapp über dem Rasen in Führung, 23 Minuten später entschied Eden Hazard die Partie mit seinem zweiten Tor zum 4:1. Dazwischen trafen der Spanier Pedro und Hazard, er mittels Foulpenalty, für Chelsea sowie der eingewechselte Iwobi zum zwischenzeitlichen 1:3-Anschluss für Arsenal.


Das abschliessende 4:1 durch Hazard (Quelle: SRF)

Versöhnlicher Abschluss für Sarri

Chelsea feierte so den dritten Europacup-Sieg in den letzten sieben Jahren. 2012 gewannen die Londoner die Champions League, ein Jahr später triumphierten sie in der Europa League. In dieser Zeitspanne holte nur Real Madrid mehr europäische Titel als Chelsea. Der Sieg in Baku gegen den Stadtrivalen ist für Chelseas Trainer Maurizio Sarri ein schönes Ende einer oft schwierigen Saison. Gerade im Winter stand der Italiener mehrmals vor der Entlassung. Gleichwohl dürfte er seine Zelte in London nach nur einem Jahr abbrechen. Die Führung von Chelsea wird dem oft unverstandenen und knorrigen Sarri keine Steine in den Weg legen, wenn Juventus Turin in den nächsten Tagen eine konkrete Offerte vorlegt.

Während Chelsea eine durchzogene Saison mit einem grossen Titel beendete, steht Arsenal mit leeren Händen da. Mit einem Sieg im Final wäre das Team um den Schweizer Strategen Granit Xhaka doch noch für die Champions League der nächsten Saison qualifiziert gewesen. Nun wird der frühere Stammgast im besten Klubwettbewerb nach dem 5. Platz in der Premier League zum dritten Mal in Folge mit der Europa League Vorlieb nehmen müssen.

Kein weiterer Schweizer Europacup-Sieger

Den Absturz nach der Pause konnte auch Granit Xhaka nicht verhindern. In den ersten 45 Minuten war der Schweizer bemüht um Struktur; ihm gelangen ein paar sehenswerte Seitenwechsel und in der 28. Minute streifte sein Schuss die Latte. Danach konnte Xhaka die Fehler seiner Nebenleute nicht korrigieren. Ainsley Maitland-Niles, der einzige Engländer in den beiden Startformationen, unterlief zum Beispiel vor dem 0:2 ein folgenschwerer Ballverlust, kurz darauf verschuldete er den Penalty zum 0:3.

So bleiben Stéphane Chapuisat, Ciriaco Sforza, Xherdan Shaqiri und Stéphane Henchoz die einzigen Schweizer Europacup-Sieger. Xhaka verlor in Baku seinen ersten Final, Stephan Lichtsteiner, der im Endspiel nicht zum Einsatz kam, stand sogar schon zum dritten Mal auf der Seite der Verlierer.

Chelsea - Arsenal 4:1 (0:0)

Olympic Stadium. - 55'000 Zuschauer. - SR Rocchi (ITA).
Tore: 49. Giroud (Emerson) 1:0. 60. Pedro (Hazard) 2:0. 65. Hazard (Foulpenalty) 3:0. 69. Iwobi 3:1. 72. Hazard (Giroud) 4:1.

Chelsea: Arrizabalaga; Azpilicueta, Christensen, David Luiz, Emerson; Kanté, Jorginho, Kovacic (76. Barkley); Pedro (71. Willian), Giroud, Hazard (89. Zappacosta).
Arsenal: Cech; Sokratis, Koscielny, Monreal (66. Guendouzi); Maitland-Niles, Torreira (66. Iwobi), Xhaka, Kolasinac; Özil (77. Willock); Lacazette, Aubameyang.
Bemerkungen: Chelsea ohne Rüdiger, Hudson-Odoi und Loftus-Cheek (alle verletzt), Arsenal ohne Lichtsteiner (Ersatz) sowie Ramsey, Bellerin, Denis Suarez (alle verletzt) und Mchitarjan (abwesend aus politischen Gründen). 28. Schuss von Xhaka streift die Latte.
Verwarnungen: 56. Pedro (Reklamieren). 68. Christensen (Foul). (tbe/SDA)

Erstellt: 29.05.2019, 20:43 Uhr

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