Salah, immer wieder er

Nach dem 1:0-Sieg im Direktduell gegen Napoli ziehen die Reds gerade noch in den Champions-League-Achtelfinal ein. Den Italienern bleibt die Europa League.

Wer einen Mohamed Salah in seinen Reihen hat, kann mit seinen Chancen so sorglos umgehen wie der FC Liverpool – und trotzdem gewinnen.
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Wieder rettete Ospina. Erst gegen Salah. Und wieder, dann gegen Mané. Van Dijk verzog mit einem Volley. Und schliesslich, da waren nur noch wenige Minuten zu spielen, vergab wieder Mané. Wieder auf Vorlage von Salah. Die Fans in Anfield verzweifelten, rauften sich die Haare, kauten an ihren Fingernägeln.

Und waren wenig später dann trotzdem vor Freude aus dem Häuschen: Denn es blieb beim knappen 1:0-Sieg ihrer Liverpooler im Endspiel um den Champions-League-Achtelfinal gegen Napoli. Somit verbleibt die Mannschaft von Jürgen Klopp in der Königsklasse, während ­Napoli am letzten Spieltag der Gruppenphase von Platz 1 auf Rang 3 zurückfiel – und im neuen Jahr mit der Europa League vorliebnehmen muss. Noch in der Nachspielzeit hatte Napoli eine Grosschance für das 1:1. Es hätte das Verdikt gedreht.

«Macht Krach!»

Vor dem Finalspiel hatte Klopp weitherum Zuversicht versprüht: «Wenn nichts Besonderes passiert, bekommen wir, was wir verdienen. Das habe ich meinen Jungs so gesagt.» Und er forderte die Anhänger auf, ordentlich Krach zu machen in Anfield, von allem Anfang an.

Sie taten wie geheissen – und «Klopps Jungs» liessen sich davon antreiben. Salah vergab schon in der 7. Minute eine Grosschance, und keine 120 Sekunden später köpfelte Milner aus guter Position über das Tor. Und in der 22. Minute jubelte Anfield ein erstes Mal, zunächst allerdings noch vergebens: Mané hatte im Offside gestanden. Dazwischen hatte Innenverteidiger Van Dijk Glück, wurde er nach einem gestreckten Bein gegen Mertens nicht vom Platz gestellt.

Der Lohn für den Aufwand der Briten in der Startphase folgte wenig später, in der 34. Minute. Auf sehenswerte Weise: Salah, immer wieder er, liess erst den ungeschickten Rui stehen und danach den ungelenken Koulibaly, und schliesslich erwischte er Goalie Ospina aus spitzem Winkel zwischen den Beinen. Dem ersten Napoli-Fan war es da schon zum Weinen zumute.

In der Folge war die Aufgabe für die Liverpooler delikat. Zwar hätten sie gerne ein zweites Tor angestrebt, doch auf keinen Fall durften sie eines kassieren: Das 1:0 brachte sie in den Achtelfinal, ein 1:1 – ja selbst ein 2:1-Sieg – hätte sie in die Europa League verbannt. Erstaunlich deshalb die Passivität Napolis: Viel zu lange dauerte es, bis sich der ­Serie-A-Club öffnete.

Gruppe C

Liverpool - Napoli 1:0 (1:0). - 54'000 Zuschauer. - SR Skomina (SLO). - Tor: 34. Salah 1:0.
Liverpool: Alisson; Alexander-Arnold (90. Lovren), Matip, Van Dijk, Robertson; Wijnaldum, Henderson, Milner (85. Fabinho); Salah, Firmino (79. Keïta), Mané.
Napoli: Ospina; Maksimovic, Albiol, Koulibaly, Rui (70. Ghoulam); Allan, Hamsik, Ruiz (62. Zielinski); Callejon, Mertens (67. Milik), Insigne.
Bemerkung: Liverpool u.a. ohne Gomez und Oxlade-Chamberlain (beide verletzt) und Shaqiri (Ersatz).

Roter Stern Belgrad - Paris Saint-Germain 1:4 (0:2). - SR Collum (SCO). - Tore: 10. Cavani 0:1. 40. Neymar 0:2. 56. Gobeljic 1:2. 74. Marquinhos 1:3. 92. Mbappé 1:4.
Paris Saint-Germain: Buffon; Kehrer, Thiago Silva, Kimpembe, Bernat; Verratti (83. Rabiot), Marquinhos; Mbappé, Neymar, Di Maria (88. Draxler); Cavani.

Tabelle. 1. Paris Saint-Germain 6/11 (17:9). 2. Liverpool 6/9 (9:7). 3. Napoli 6/9 (7:5). 4. Roter Stern Belgrad 6/4 (5:17). - PSG und Liverpool im Achtelfinal, Napoli in der Europa League.

Erstellt: 11.12.2018, 20:43 Uhr

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