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Schweiz bestreitet zwei WM-Testspiele in Dänemark

In der dritten Woche der WM-Vorbereitung tritt das Schweizer Nationalteam heute und am Samstag zweimal in Dänemark an. Es gilt, den guten Trend fortzusetzen.

Die Schweizer spielen nahezu mit der gleichen Equipe wie bei den starken Auftritten gegen Weltmeister Russland (3:4 n.V. und 3:2 n.P.) in der vergangenen Woche. Einzig der junge Zuger Stürmer Fabrice Herzog wurde aus dem Kader gestrichen. Zudem fehlen der angeschlagene Damien Brunner und Matthias Bieber. Letzterer flog zwar am Montag mit nach Kopenhagen, kehrte aber wegen Rückenproblemen in die Schweiz zurück. Somit gehören der Mannschaft zwei Goalies, acht Verteidiger und 13 Stürmer an. Berra an WM dabei An Motivation fehlt es gegen die Dänen nicht, da etwa die Hälfte des Teams nach den beiden Testpartien in Kopenhagens Vororten Rungsted und Rödovre ausgewechselt werden dürfte. Von daher müssen die auf der Kippe stehenden Spieler zeigen, warum sie an der WM in Prag (1. bis 17. Mai) dabei sein sollen. Neues gibt es bezüglich Verstärkungen aus der NHL. Reto Berras Manager André Rufener bestätigte, dass der Goalie der Colorado Avalanche bei der WM zur Verfügung steht. Der Zürcher hatte sich zuletzt in Bestform präsentiert, obwohl er in dieser Saison bloss zu 24 Einsätzen (fünf in der AHL) kam, wobei er nur 14 Partien über die gesamte Dauer bestritt. Auch Mark Streit dürfte in Prag auflaufen. Der Verteidiger der Philadelphia Flyers, der mittlerweile in die Heimat zurückgekehrt ist, sagte Ende März, dass er gerne nochmals für die Schweiz spielen würde. Nach Finnland (4:1 und 0:2) und Russland ist Dänemark der erste Gegner in der unmittelbaren WM-Vorbereitung, der auf dem Papier schwächer ist wie die Schweiz. Auch die Bilanz spricht mit 22 Siegen und einem Unentschieden in 24 Vergleichen ganz klar zu Gunsten der SIH-Auswahl. Die einzige Niederlage erlitten die Schweizer im April 2011 im vorletzten Duell gegen die Dänen, als sie in Ambri 2:3 nach Penaltyschiessen verloren. Im letzten Aufeinandertreffen an der WM 2013 in Stockholm setzte es in der Vorrunde einen 4:1-Sieg ab. "Man soll einen Gegner nicht unterschätzen, nur weil er auf dem Papier schwächer ist als der vorherige", sagte Denis Hollenstein. "Das sind alles Profis, und jeder kann jeden schlagen. Sie spielen zuhause und sind heiss. Ich freue mich auf die beiden Partien." Hollenstein ist derzeit nicht nur der Captain der Mannschaft, er überzeugte bisher auch spielerisch. Gegen Finnland (2) und Russland (1) erzielte er drei Tore. Insgesamt war er in den sechs Partien unter dem neuen Nationaltrainer Glen Hanlon fünfmal erfolgreich. War es schwierig, das neue System zu adaptieren? "Eishockey bleibt Eishockey, auch wenn man ein neues System spielt. Natürlich war es für uns eine Umstellung, aber wir haben nun bereits einige Wochen trainiert und auch während der Saison an den Vorbereitungsturnieren in diesem System gespielt." Überhaupt ist Hollenstein mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden: "Ich denke, wir haben in den vergangenen Partien gezeigt, dass schon vieles gut funktioniert und wir eine Mannschaft sind, die diesen Namen auch verdient." Verbesserungspotenzial sieht der Klotener Stürmer indes noch in jedem Bereich. Vor allem im Powerplay ist eine Steigerung nötig, gelang doch gegen Finnland und Russland in zehn Versuchen bloss ein Überzahl-Treffer. Und wie sieht der Gameplan gegen Dänemark aus? "Raus gehen, Spass haben und dass jeder für jeden kämpft", so Hollenstein. Gelingt dies, sollte weiteren Erfolgserlebnissen nichts im Weg stehen.

SDA/int

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