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Schützenfest im Seederby

Die Lakers gingen nach hartem Kampf gegen Horgen als Sieger vom Platz. Doch ganz so klar, wie das Resultat von 37:32 es vermuten liesse, war der Ausgang des Derbys nicht.

Stäfas linker Flügel Ramon Schlumpf setzt sich gegen die Horgner Gabriele Rosano (links) und Daniel Pocz-Nagy durch.
Stäfas linker Flügel Ramon Schlumpf setzt sich gegen die Horgner Gabriele Rosano (links) und Daniel Pocz-Nagy durch.
Michael Trost

Beide Teams zeigten sich im Spiel­aufbau sehr ähnlich und drückten voll aufs Tempo. Die ­Tore fielen im 30-Sekunden-Takt. Horgen lag anfangs in Führung, leistete sich Mitte der ersten Halbzeit aber eine Schwä­chephase und kassierte nach dem 12:12 sechs Tore in Serie. Gros­sen Anteil am Umschwung hatte der nach dem Horgner Time-out in der 14. Minute eingewechselte Lakers-Keeper Fabian Pelle­grini. Dem Junioren-Nationalgoalie gelangen bis zur Pause sieben Paraden.

Die Moral des Heimteams war darob aber nicht gebrochen. Spätestens nach dem Anschlusstreffer des achtfachen Torschützen Daniel Pocz-Nagy in der 39. Minute zum 25:26 war das Spiel wieder offen. Die grössere Rou­tine und Abgeklärtheit der Stäfner, die in der Schlussphase noch einmal zusetzen konnten, entschieden das Spiel zu ihren Gunsten.

Madsen trifft in alter Heimat

Den Unterschied machte nicht zuletzt Mikkel Madsen aus. Der dänische Spielmacher in den ­Reihen der Lakers fühlte sich in der Wädenswiler Glärnisch-Halle, welche letzte Saison noch seine Heimat gewesen war, sichtlich wohl. Seine Würfe kamen ansatz­los und oft aus dem Nichts heraus. Mit neun Treffern war er der erfolgreichste Schütze des Abends.

Die Lakers Stäfa hätten das Spiel verdient gewonnen, meinte Horgens Trainer Zsolt Györi. «Aber auch meine Mannschaft muss die Köpfe nicht hängen lassen. Gegen den klaren Favoriten haben sie ein schönes Spiel gezeigt, gekämpft, nie aufgegeben und im Gegensatz zum 24:36 verlorenen Hinspiel ein viel besseres Resultat erreicht.» In der Tabelle verteidigten die Linksufrigen trotz der Niederlage Platz 8.

Stäfner Probleme in der Mitte

Nicht nach dem Geschmack ­seines Antipoden Pedja Milicic war die hohe Anzahl kassierter Gegentore: «Wir hatten vor allem in der Mitte Probleme. Standen wir flach, warfen sie aus der Distanz. Gingen wir raus, spielten sie den Kreisläufer frei.» Zufrieden zeigte sich der Stäfner Coach ­hingegen mit dem Auftritt in der Offensive.

Mit ihrem neunten Auswärtssieg in dieser Saison festigten die Lakers den zweiten Tabellenplatz. Fünf Runden vor Schluss beträgt der Abstand zu Leader Endin­gen weiterhin fünf Punkte. Genau gleich gross ist die Reserve gegenüber dem drittplatzierten Möhlin.

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