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Neues Trikot nochmals verwenden

Gleich zweimal stieg Lars Forster in Meilen als Zweiter aufs Podest. Der 25-Jährige tat dies in einem neuen Outfit. Den Tagessieg sicherte sich der Deutsche Marcel Meisen.

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Die Farben Rot und Weiss trug Schweizer Meister Forster schon bei seinen Auftritten im Dezember – zuletzt am Stephanstag, als er in Pfaffnau auf Platz 2 fuhr. ­Damals prangte jedoch noch der Schriftzug BMC auf dem Trikot. Neuerdings ist dies Scott, der Sponsor seines neuen Teams, das vom Feldbacher Thomas Frischknecht geleitet wird und dem auch Mountainbike-Weltmeister Nino Schurter angehört.

Und Forsters erster Auftritt gipfelte gleich in einem Podestplatz. Dabei hatte es nach den ersten Kurven gar nicht danach ausgesehen. Gleich zweimal wurde der 25-Jährige eingeklemmt und musste eine Aufholjagd starten. Bei der ersten Zielpassage war er Elfter, bei der zweiten dank bester Rundenzeit schon Fünfter. In der dritten Abfahrt schloss Forster bereits zum Spitzentrio Marcel Meisen, Quinten Hermans und Sascha Weber auf.

Am Berg im Nachteil

Trotz bissig kalten Windes versuchte jeder, dieses Quartett zu sprengen. Im Anstieg waren Meisen und Vorjahressieger Hermans am stärksten. «Ich versuchte deshalb, mich in der Abfahrt und den technischen Passagen abzusetzen», erklärte Forster ­seine Taktik. Ganz weg kam er ­jedoch nicht. Dies gelang Meisen im zweitletzten Aufstieg. Forster sicherte sich souverän Rang 2.

«Ich versuchte, mich in den Abfahrten abzusetzen.»
Lars Forster

«Das war ein gelungener Einstand im neuen Team», meinte der Schweizer Meister, der in der Gesamtwertung der EKZ-Crosstour ebenfalls Zweiter wurde. Der Vorsprung von Leader David van der Poel, der Vierter wurde, war zu gross. In zehn Tagen will Forster an der SM in Sitten dann wieder zuoberst stehen, schliesslich soll das neue Trikot am Berchtoldstag nicht seinen letzten Auftritt gehabt haben.

Forsters neuer Teamkollege Andri Frischknecht wurde als drittbester Schweizer Zehnter. Der 24-jährige Feldbacher lag damit noch zwei Positionen vor Altmeister Simon Zahner, der nach einem starken Start lange in den Top 10 gefahren war. Der 35-Jährige vom VC Meilen zeigte sich von seinen gesundheitlichen Problemen gut erholt: «Das hatte wieder mit Velofahren zu tun.» Sein Handicap am Berg blieb ihm jedoch treu. «Ich kann mich ja nicht zehn Kilo leichter machen.» In den flachen Passagen vermochte er sich jeweils nicht genügend von der grossen Ver­folgergruppe zu lösen. Dass er am Ende noch einige Positionen einbüsste, kam Zahner in der Gesamtwertung teuer zu stehen. Mit acht Zählern mehr wäre er dort Vierter statt Neunter und hätte 700 statt 250 Franken Preisgeld kassiert.

Rücktrittsgedanken

Nicht ans Preisgeld, sondern sogar ans Aufhören dachte Marcel Wildhaber. Der letztjährige Gesamtsieger der EKZ-Crosstour kam heuer überhaupt nicht auf Touren. «Ich hatte schon im Sommer zu beissen und im Herbst in den Rennen immer schwere Beine. Nach Pfaffnau machte ich drei Tage Pause. Das scheint sich gelohnt zu haben», sagt er. Platz 13 sei zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber es habe sich wenigstens besser angefühlt. Ob er seine Karriere nun fortsetzen wird, hat der 33-Jährige noch nicht entschieden. Die Chancen seien aber wieder gestiegen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.01.2019, 10:23 Uhr

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