Snowboard

Mit Motivationsspritze in die Saison

In Neuseeland gewann die Wädenswiler Boardercrosserin Sophie Hediger an der Junioren-WM die Bronzemedaille. Heute steht der Europacup an – im Dezember die Weltcup-Premiere.

In den Sprüngen ortet Sophie Hediger (hinten) noch Verbesserungspotential.

In den Sprüngen ortet Sophie Hediger (hinten) noch Verbesserungspotential. Bild: PD

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Zum Abschluss des Trainingslagers auf dem Hintertuxer Gletscher in Tirol eröffneten ihr die Trainer am Freitag, dass sie für die Weltcup-Rennen in Montafon (12. bis 16. Dezember) und Cervinia (20./21. Dezember) selektioniert werde. «Das ist ein schönes Geburtstagsgeschenk», sagt Sophie Hediger, die am 14. Dezember in Vorarlberg an der ersten Weltcup-Station der Saison ihren 20. Geburtstag feiern kann. Vergleichswerte mit den Weltcupfahrerinnen von Swiss-Ski sammelte die Wädenswilerin in der Saisonvorbereitung einige. Die Trainings absolvierten die Weltcup- und Europacup-Gruppen meist gemeinsam. Ein Ansporn für die Nachwuchsfahrerin.

«Dort habe ich gesehen, was mir noch fehlt», erklärt Hediger. Primär sei das bei den Sprüngen und am Start. Eleganter und damit schneller will sie die Hindernisse überwinden, explosiver aus dem Start-Gate kommen. Erste Vergleiche im Wettkampf wird es heute Mittwoch und morgen Donnerstag im Pitztal geben. In Tirol gelangen die ersten beiden Europacup-Rennen zur Austragung. «Das Feld wird ähnlich stark besetzt sein wie im Weltcup», erklärt Hediger. Am Start stehen werden etwa auch die Amerikanerinnen, die in Europa trainierten.

Eine Schönwetterfahrerin

Resultatmässige Ziele hat sich die Wädenswilerin denn auch keine gesetzt. Zumal im Boardercross auch etliches vom Losglück abhängt – etwa ob in ihren Heat sehr starke Fahrerinnen eingeteilt werden. Andererseits können Stürze von Kontrahentinnen zu Türöffnern werden. Ebenfalls nicht beeinflussen können die Snowboarderinnen das Wetter. «Ich bin eher eine Schönwetterfahrerin», gesteht Hediger.

«Ich bin topfit und topmotiviert.»Sophie Hediger

Die Sonne gelacht hat ihr Ende August. In Cardrona (NZL) fuhr sie an der Junioren-WM als Dritte aufs Podest. «Dass es an meinen vierten und letzten Junioren-Weltmeisterschaften mit dem Medaillengewinn doch noch klappte, war wirklich toll», sagt Hediger, die an den Youth Olympic Winter Games 2016 in Lillehammer die Silbermedaille gewonnen hatte. Erstmals war die Wädenswilerin nach Neuseeland gereist. Viel vom Land mitbekommen hatte sie jedoch nicht. «Wir schafften es in Queenstown einmal zum Bungeejumping und waren einmal am Meer. Später würde ich gerne wieder mal nach Down Under reisen», sagt Hediger.

Winter Version 2.0

Die Gegenwart heisst für sie allerdings Winter Version 2.0. Nach den Nachwuchs-Titelkämpfen auf der Südhalbkugel war Sophie Hediger bloss vier Wochen nicht auf Schnee. «Der Vorteil davon war, dass ich technisch immer drin war, keinen Neubeginn machen musste.» Richtig abschalten und sich dem Konditionstraining widmen konnte die bald 20-Jährige aber ebenfalls nicht. Dabei kommt dem Kraftaufbau bei ihr spezielle Bedeutung zu. Letzte Saison war sie gesundheitlich beeinträchtigt. Zuletzt setzte sie ein Hexenschuss ausser Gefecht. «Jetzt habe ich mehr rückenspezifische Übungen absolviert.» Offenbar mit Erfolg – sagt sie doch: «Ich bin topfit und nach dem Gewinn der WM-Medaille auch topmotiviert.»

Erstellt: 27.11.2018, 16:52 Uhr

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