Phuket

Wild triumphiert in Thailand

Ruedi Wild hat das Sportjahr 2019 versöhnlich abgeschlossen. Am Laguna Phuket-Triathlon in Thailand feierte der Langdistanz-Triathlet aus Samstagern zum dritten Mal den Sieg.

Strahlender Sieger: Ruedi Wild (hier 2018 im Zielraum von Hawaii) gewinnt zum Abschluss einer durchzogenen Saison.

Strahlender Sieger: Ruedi Wild (hier 2018 im Zielraum von Hawaii) gewinnt zum Abschluss einer durchzogenen Saison. Bild: Keystone (Archiv)

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Zwischen «meiner wohl besten Ironman-Leistung» in Florida und «bodenlosen Enttäuschungen» schwankten Ruedi Wilds Leistungen in der nun beendeten Saison 2019 aus der Sicht des Langdistanz-Triathleten aus Samstagern selbst. Und sie dauerte lange für den 37-Jährigen. Erst gestern schloss er sie ab: mit dem Lieblingsrennen in Laguna Phuket in Thailand und mit dem bestmöglichen Resultat, dem erneuten Sieg. Als speziell bezeichnet Ruedi Wild das Rennen in Asien. Der späte Termin ist ein Faktor und ebenso die für ihn kurze und intensive Distanz mit den 1,8 Kilometer Schwimmen, 50 Kilometern auf dem Velo und 12 Kilometer Laufen.

Vor allem aber zeichnet sich der Wettkampf durch die vorzügliche Konkurrenz – diesmal unter anderem mit dem deutschen Dreifachsieger Michael Raelert – sowie durch den interessanten Parcours aus. Das Besondere der Streckenanlage zeigt sich namentlich in der Auftaktdisziplin, dem Schwimmen. Nach knapp 1,5 Kilometern im offenen Meer erfolgt der Wechsel in eine Lagune. Das dortige Süsswasser mit weniger Auftrieb und die hohe Wassertemperatur verlangen den Aktiven einiges ab. «Da fühlst du dich wie ein Krebs im heissen Wasser», schildert Wild.

Ein Unfall mit Spätfolgen

Für die Entscheidung zu seinen Gunsten sorgte Ruedi Wild auf der finalen Laufstrecke. Und das, obwohl «es sich angefühlt hat, als würde ich nächstens explodieren». Nach 2:21:07 Stunden aber war das Rennen geschafft und der dritte Triumph Tatsache – der erste nach drei Jahren Absenz und sechs Jahren ohne Erfolg an diesem Ort. «Es macht mir riesig Freude, die Saison hier mit dem Wunschresultat abzuschliessen», kommentierte Wild. Im Anschluss an das Rennen gönnt er sich nun gemeinsam mit Frau und Sohn zehn Tage Ferien vor Ort.

Ruedi Wilds viertes Langdistanzjahr ist dagegen weniger ideal verlaufen. «Es war geprägt durch Höhen und unverschuldete Tiefen», sagt der 37-Jährige. Den ersten Rückschlag musste der Olympia-Teilnehmer von 2012 im Frühlingstrainingslager in Kalifornien hinnehmen. Dort wurde er von einem Auto angefahren. Immerhin hatte er «Glück im Unglück», wie er es nennt. Die Aufgabe beim ersten Saisonziel, der Langdistanz-WM, war dennoch eine direkte Folge der Prellungen an der Hüfte, die er beim Unfall erlitten hatte. Auf den Sieg im Challenge-Rennen von Lissabon folgte der Ironman Switzerland mit einem platten Reifen auf den ersten Velokilometern. Mit dem 2. Rang am Ironman Hamburg nur eine Woche später glückte die Frustbewältigung. Für die Qualifikation für den Ironman Hawaii hätte Wild jedoch den Sieg benötigt.

Höhen und Tiefen auch im Herbst

Stattdessen stellte sich Ruedi Wild ein Alternativprogramm zusammen mit der Ironman-70.3-WM (Aufgabe, dehydriert), dem nationalen Circuit-Rennen in Davos (6.), der Challenge Mallorca (3.) sowie dem Ironman Florida (5.) und dem dortigen Vergleich mit einer Vielzahl von Weltklasse-Triathleten. «Es war mein bestes Rennen über diese Distanz», kann er nun festhalten. So geriet der Herbst zum Spiegelbild der gesamten Saison – mit zwei versöhnlichen Rennen zum Abschluss.

Erstellt: 24.11.2019, 22:01 Uhr

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