Road to Korea

Wenn es der Zufall gut meint

David Hablützel (Snowboard), Zumikon.

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Bevor der Olympiawinter kommende Woche mit dem Weltcup in Copper Mountain so richtig lanciert wird, gönnte sich Halfpipe-Spezialist David Hablützel noch ein paar Tage Ferien. In Costa Rica, am Meer, um seiner dritten grossen Leidenschaft neben dem Snow- und Skateboarden zu frönen – dem Surfen. Er erkunde gerne neue Orte und Strände, erklärt der Zumiker. So habe er sich gedacht: «Wenn ich eh nach Übersee reise, lässt sich das gleich miteinander verbinden.»

Der kleine Umweg über Zentralamerika hat sich gelohnt. Der Surfspot war genial. «Man sah kein Haus weit und breit, sondern nur einen Pointbreak mit gewaltigen Wellen», schwärmt der 21-jährige Olympiafünfte von Sotschi. Zudem traf er Kelly Slater, den erfolgreichsten aller Surfer. «Rein zufällig. Ich sah ihn am Strand chillen. Da dachte ich mir, ich spreche ihn einfach mal an und mache ein Foto mit ihm.» Schliesslich sei Slater eine Legende und in gewissem Sinn auch Vorbild, erzählt Hablützel, der das Wellenreiten vor sieben Jahren während Campingferien mit der Familie an der französischen Atlantikküste für sich entdeckte. Seither ist es fester Bestandteil seines Sommers, genauso wie der Urlaub mit der Familie auf dem Zeltplatz – «dem besten Ort zum Abschalten».

«Dieser Moment, wenn du die Welle reitest, ist unglaublich.»David Hablützel

Das Surfen sei dann jeweils noch das Tüpfelchen auf dem i. «Dieser Moment, wenn du auf dem Surfbrett stehst und die Welle reitest, ist unglaublich schön – vielleicht noch am ehesten vergleichbar mit Snowboarden im Tiefschnee», sieht Hab­lützel Parallelen zu seinem Sport. Und da weitere bestehen, ist auch ein Trainingseffekt da. «Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, sein Feingefühl auf dem Board zu verbessern», findet der Zumiker, der sich nach dem Costa-Rica-Abstecher deshalb nicht nur völlig erholt und motiviert, sondern auch gut vorbereitet sieht hinsichtlich der anstehenden Aufgaben in der Halfpipe.

Den Feinschliff dafür hätte sich der Sportsoldat diese Woche in Copper Mountain holen wollen. Doch aufgrund der warmen Temperaturen ist der Bau der Halfpipe in Verzug. So standen Akrobatik- sowie Sprungtrainings, Skateboarding und freies Fahren auf der Piste im Programm. «Bis zum ersten offiziellen Training am Montag werden die Organisatoren die Pipe schon hinkriegen», zeigt sich Hablützel zuversichtlich.
In 69 Tagen werden in Pyeongchang die XXIII. Olympischen Winterspiele eröffnet. Die ZSZ begleitet in loser Folge Olympiakandidaten bei ihren Vorbereitungen. (su)

Erstellt: 04.12.2017, 13:59 Uhr

Serie

Road to Korea

Am 9. Februar werden in Pyeongchang die XXIII. Olympischen Win­ter­spiele eröffnet. Die ZSZ begleitet in loser Folge Olympiakan­didaten bei ihren Vorbereitungen.

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