Badminton

Weiterentwickeln für den Sieg

2017 spielte sich Milena Schnider an der Schweizer Meisterschaft unerwartet in den Viertelfinal. Am Samstag startet sie erneut am Finalturnier. Die 16-Jährige erinnert sich.

Ein grosses Talent: Wie 2017 hat sich die 16-jährige Milena Schnider vom BC Adliswil auch dieses Jahr für das Finalturnier der Schweizer Meisterschaft qualifiziert.

Ein grosses Talent: Wie 2017 hat sich die 16-jährige Milena Schnider vom BC Adliswil auch dieses Jahr für das Finalturnier der Schweizer Meisterschaft qualifiziert. Bild: André Springer

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Damit hatte sie nicht gerechnet. Zum ersten Mal startete Milena Schnider vor einem Jahr in der Qualifikation für die Schweizer Meisterschaft. Und die damalige 1.-Liga-Spielerin aus dem Badmintonclub Adliswil sicherte sich gleich in Einzel und Mixed einen Platz am Finalturnier. «Ich bezwang zwei Spielerinnen, die ich zuvor noch nie geschlagen hatte», erinnert sich die 16-Jährige. Eine war Marion Varrin, die später eine Bronzemedaille gewann.

«Im Finalturnier in Bern konnte ich dann als Newcomerin unbelastet an den Start gehen», schmunzelt die Junioren-Nationalspielerin. Und prompt glückte Milena Schnider gleich noch ein Sieg; die Sportgymnasiastin, als Nummer 82 der Rangliste von Swiss Badminton ins Jahr gestartet, stand unter den besten acht Spielerinnen.

Angreifen, nicht abwarten

Inzwischen ist Schnider in Adliswil zu ihren ersten NLA-Einsätzen gekommen und im Ranking des Verbandes auf Platz 16 vorgestossen. «Was mir nebst der Schweizer Meisterschaft auch viel Respekt brachte, war der Shuttle Cup», sagt sie. Im letzten September hat sie das hochdotierte Elite-Turnier von Langnau in den Disziplinen Einzel und Doppel gewonnen. Über das Event fand sie auch ihren Sporthilfe-Paten. «Die finanzielle Unterstützung schätze ich sehr.»

Wenn am kommenden Samstag und Sonntag in Morges die diesjährigen Schweizer Meister ermittelt werden, gehört die Teenagerin erneut zum Teilnehmerfeld. Vor eineinhalb Wochen scheitere sie allerdings im Einzel in der Qualifikation an der elf Jahre älteren Sarah Golay. «Ich versuche immer offensiv zu spielen. Ich mache viel Druck und spiele mit Risiko, wodurch aber auch mehr Fehler passieren», erklärt Schnider. Sie sei gross, habe dadurch eine grosse Reichweite und von hinten viel Winkel.

Was wirklich wichtig ist

Im Doppel hat sich Milena Schnider mit Klubkollegin Nicole Perroud aber für das Finalturnier qualifiziert. «Unser Ziel ist es, die erste Runde zu überstehen und den Viertelfinal zu erreichen», sagt sie. An der letzten Junioren Schweizermeisterschaft im Dezember in Spiez spielte sich Milena Schnider im Einzel und im Mixed-Doppel in den Halbfinal und gewann zwei silberne Medaillen.

Wichtiger als viele Medaillen zu gewinnen sei aber, dass sie sich sportlich stetig weiterentwickle, um langfristig auch international mit den Besten mithalten zu können, sagt Milena Schnider. Ihr Ziel: Podestplätze an Europameisterschaften und, als Fernziel, die Teilnahme an Olympischen Spielen. In dreieinhalb Jahren wird sie die Matura machen. «Bis dann setze ich voll auf Badminton. Danach entscheide ich, wie es weiter geht: Ob ich vielleicht ein Jahr für Badminton nach Dänemark gehe. Und sicher ist, dass ich möchte einmal studieren möchte.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.01.2018, 14:05 Uhr

Im Wettkampf besser

Zeichnen, in die Natur gehen, lesen: Das sind die Hobbies von Milena Schnider. «So viel freie Zeit bleibt aber nicht», erklärt die Sportgymnasiastin – neben der Schule und den sieben Trainingseinheiten in der Woche. Dazu kommen am Samstag und Sonntag Spiele im Interclub, nationale Turniere sowie pro Saison ein halbes Dutzend Starts an internationalen Junioren-Turnieren. «Ich habe das Gefühl, die meisten Fortschritte mache ich an den internationalen Turnieren», sagt die 16-Jährige vom BC Adliswil: «Da wird das Gelernte dann plötzlich zu meinem automatischen Spiel.» Überhaupt: «An Turnieren spiele ich besser als im Training», sagt Milena Schnider.(skl)

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