Road to Korea

Weiterbildung auf und neben dem Eis

Lisa Rüedi (Eishockey), Uetikon.

Statt Schulstoff büffelt Lisa Rüedi momentan Taktik. Die 17-jährige Sportgymnasiastin und Eishockeyspielerin aus Uetikon am See weilt mit dem Frauen-Nationalteam in Russland. Denn auch die Eidgenossinnen nutzten den ­aktuellen Meisterschaftsunterbruch zu internationalen Testspielen. Im Moskauer Vorort Dmitrov bestreitet die Equipe von Trainerin Daniela Diaz das erste von drei Länderturnieren bis ­Mitte Januar im Hinblick auf die Olympischen Spiele im Februar. Zum Auftakt schlugen die Schweizerinnen gestern Deutschland 5:2. Rüedi blieb ohne Skorerpunkt. «Meine Leistung war nicht mega gut, aber okay», sagt die Stürmerin. Heute, gegen Tschechien, will sie es besser machen. Zum Abschluss geht es morgen noch gegen die Gastgeberinnen.

Die Resultate stehen in Russland – wie meist bei Vorbereitungsspielen – nicht im Vordergrund. Der Trainerin geht es ­vielmehr darum, die optimale Mischung zu finden und ihre Spielerinnen «weiterzubilden». Neben den Partien und Trainings finden deshalb mehrere Meetings statt. Die Themen dort variieren. «Mal geht es um Taktik, mal um Ernährung, mal ums Mentale. Am Mittwoch wurde uns beispielsweise aufgezeigt, was einen Winnertypen ausmacht und wie wir selber zu einem werden können», erläutert Rüedi, die ansonsten für die ZSC-Lions-Frauen in der Swiss Womens Hockey League A sowie für die Novizen-Top-Junioren der GCK Lions auf Torjagd geht.

«Es wurde uns aufgezeigt, was einen Winner ausmacht.»Lisa Rüedi

Auch Selbststudium auf dem Zimmer gehört zu den Pflichten einer Nationalspielerin. Schliesslich sind gemeinsame Trainings rar. Da müssen Spielzüge schon einigermassen sitzen, bevor es aufs Eis geht. Kein Problem für Lisa Rüedi. Sie ist voll motiviert. Denn sie hat ein klares Ziel vor Augen, möchte nach ihrer ersten WM bei den «Grossen» in der vergangenen Saison in diesem Winter unbedingt ihre Olympiapremiere erleben.

Die Chancen dafür stehen gut. Allerdings darf sie sich kein Nachlassen erlauben. Die 21 Schweizer Akteurinnen am Halloween-Cup bilden zusammen mit den abwesenden Stamm- sowie den Pikettspielerinnen ein noch etwas mehr als 30 Frauen umfassendes Kader. Aus diesem muss Diaz bis Mitte Januar drei Torhüterinnen und 20 Feldspielerinnen benennen, die nach Pyeongchang fliegen dürfen. (su)

Erstellt: 15.11.2017, 13:51 Uhr

Serie

Road to Korea

Am 9. Februar werden in Pyeongchang die XXIII. Olympischen Win­ter­spiele eröffnet. Die ZSZ begleitet in loser Folge Olympiakan­didaten bei ihren Vorbereitungen.

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