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Unverhofft als Touristin unterwegs

Statt im Kraftraum oder auf dem Bike schwitzt Nicole Baumgartner momentan in Südostasien – mit eingegipstem Fuss.

Nicole Baumgartner lässt sich die Laune von der Fussverletzung nicht verderben und erkundet, mit Stöcken ausgerüstet, Thailand.
Nicole Baumgartner lässt sich die Laune von der Fussverletzung nicht verderben und erkundet, mit Stöcken ausgerüstet, Thailand.
zvg

Es passierte vor knapp zwei Wochen, in einer alltäglichen Situation. «Ich habe einen Absatz falsch eingeschätzt … und lag dann schlussendlich flach am ­Boden», schildert die 23-jährige Profisnowboarderin aus Uznach. Die Diagnose: Abrissfraktur am linken Fuss. Die Folge: sechs Wochen Gips und Stöcke. Um einen operativen Eingriff war Baumgartner herumgekommen, weil das Gelenk nicht betroffen ist. «Ich hatte also gewissermassen Glück im Unglück.»Bis die Verletzung ausgeheilt ist, kann die Weltcup-Fahrerin selbstredend nur eingeschränkt trainieren. Übungen zur Stärkung des Rumpfes, des Oberkörpers und vor allem des Rückens – Letz­te­rer machte ihr in der Vergangenheit immer wieder mal Probleme – sind problemlos möglich, der Ausdauerbereich wird hingegen in nächster Zeit zu kurz kommen, ebenso die Kräftigung der Beine. Natürlich sei die Verletzung ein Dämp­fer, doch unterkriegen lassen werde sie sich nicht.

Als kleines Trösterli und willkommene Ablenkung buchte Baumgartner vergangene Woche kurz entschlossen Ferien in Thailand. Auch dort kommt sie ins Schwit­zen, statt durchs Training halt aber aufgrund der Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit – sowie der doch recht anstrengenderen Fortbewegung mit den Stöcken.

Kurz nach ihrer Rückkehr, am 10. August, steht dann der nächste Arzt­termin in Bad Ragaz an. Danach wird, je nach Heilungsverlauf, das Programm für die folgenden Wochen festgelegt. «Mit Robin Städler habe ich zum Glück einen Konditrainer mit viel Erfahrung in Sachen Reha. Die ersten zwei Wochen Schneetraining werde ich aber ziemlich sicher verpassen», schildert die Uznerin. Dies sei im Hinblick auf die neue Saison sicher nicht optimal, aber auch keine Katastrophe. Bis zum Weltcupstart Mitte Dezember bleibe genügend Zeit.

11 000 Franken in 32 Tagen

Apropos Robin Städler: Weil die Stunden bei ihrem Privattrainer ganz schön ins Geld gehen, hatte Nicole Baumgartner zusammen mit ihrer ebenfalls aus Uznach stammenden Team- und Trainingskollegin Ladina Jenny ein Projekt auf der Crowdfunding-Plattform «I believe in you» lanciert. Dieses erweist sich als voller Erfolg: Bereits nach 32 der 50 Tage war der Zielbetrag von 11 000 Franken zusammen. Über 50 Personen investierten in die beiden Athletinnen. Wer das ebenfalls noch tun möchte, hat bis zum 14. August Gelegenheit dazu.

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